Seminarbeschreibung
Diese Kooperationsveranstaltung wird von der Bayerischen Architektenkammer durchgeführt. Sie werden auf die Homepage der Bayerischen Architektenkammer weitergeleitet. In der Veranstaltung gelten die dortigen organisatorischen Regularien. Für Mitglieder der AKH gelten die Mitgliedskonditionen der Bayerischen Architektenkammer analog. Technische und organisatorische Hinweise erhalten Sie von der Bayerischen Architektenkammer.
Planungs- und Bauprozesse sind meist nicht nur technisch, sondern auch kommunikativ hoch komplex und herausfordernd. Oft gibt es neben mehreren Protagonisten eine Vielzahl weiterer Beteiligter oder Betroffener. In der Folge ist es völlig normal, dass unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse aufeinandertreffen, die im Planungsverlauf berücksichtigt werden möchten. Nicht selten führt dies zu Konflikten und Rechtstreitigkeiten, was für alle Beteiligten belastend und für das Projekt wenig nützlich ist.
Eine professionelle und interessenbasierte Kommunikation ist daher eines der wichtigsten Werkzeuge zur Steigerung von Effizienz und Zufriedenheit und Mediation bzw. ein mediativer Kommunikationsstil eine hervorragende Methode: Die Beteiligten entwickeln durch die strukturierte Gesprächs- und Verhandlungsführung einer Mediatorin oder eines Mediators gemeinsame, tragfähige Lösungen. Durch die interessensorientierte Bearbeitung eines Konflikts überwinden die Parteien belastende Situationen, steigern ihre Zufriedenheit und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Effizienz und zum Erfolg eines gemeinsamen Projekts.
Themen
- Grundlagen der Mediation
- Kommunikation und Gesprächsführung in den Mediationsphasen
- Prozesssteuerung durch die Phasen eines Mediationsverfahrens
- Macht, Recht und Interessen in der Mediation
- Mediation bei strittigen Geld-/Leistungsforderungen
- Mediation bei großen und komplexen Projekten
Zielsetzung
Lernziel des Lehrgangs ist die Fähigkeit zur Durchführung von Mediationsverfahren, aber auch der Erwerb neuer Kompetenzen beim Umgang mit Konflikten und in der Kommunikation bei Verhandlungen in eigenen Projekten, in anspruchsvollen Besprechungen, bei der Moderation von Konfliktgesprächen sowie im Führungsalltag beim Konfliktmanagement in eigenen Teams und zwischen Mitarbeitenden. Die Lehrgangsteilnehmer:innen werden befähigt, Mediationskompetenzen im eigenen beruflichen Umfeld, insbesondere in der Planungs- und Baubranche mit all ihren besonderen Herausforderungen, zu nutzen.
Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich gleichermaßen an Interessenten, die als Mediator:innen tätig werden möchten sowie an diejenigen, die eine Ausbildung in kommunikativer Kompetenz und im konstruktiven Umgang mit herausfordernden Situationen und Konflikten suchen.
Termine
- Do, 24.09.2026 bis Sa, 26.09.2026 (Modul 1), Biohotel Hörger, Hohenbercha
- Do, 29.10.2026 bis Sa, 31.10.2026 (Modul 2), B&O Parkhotel, Bad Aibling
- Do, 03.12.2026 bis Sa, 05.12.2026 (Modul 3), Biohotel Hörger, Hohenbercha
- Mi, 13.01.2027 bis Fr, 15.01.2027 (Modul 4), Klostergasthof Thierhaupten
- Mi, 24.02.2027 bis Fr, 26.02.2027 (Modul 5), Kloster Seeon, Seeon
- Mi, 07.04.2027 bis Fr, 09.04.2027 (Modul 6), Biohotel Hörger, Hohenbercha,
- Do/Fr, 13./14.05.2027 (Onlinemodul)
- Mi, 02.06.2027 bis Fr, 04.06.2027 (Modul 7), B&O Parkhotel, Bad Aibling
Zeiten je Präsenzmodul: 1. Tag Beginn 10.00 Uhr, 3. Tag Ende 14.00 Uhr Onlinemodul: Von 09.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Die Ausbildung besteht aus insgesamt 140 Zeitstunde, bzw. 187 Ausbildungseinheiten (gem. BAK-Musterhandlungsleitfadens zur Anerkennungsfähigkeit von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen). Sie gliedert sich in sieben Präsenzmodule à drei Tage, die in Klausur an verschiedenen Tagungsstätten in Bayern stattfinden und wird durch ein Onlinemodul sowie die zusätzliche, eigenverantwortliche Arbeit in Peergruppen und den kontinuierlichen Austausch über eine Lernplattform ergänzt.
Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Tagesverpflegung an den Veranstaltungsorten (Kaffeepausen, Mittagessen, Getränke).
Für Übernachtung/Frühstück ist jeweils ein Kontingent reserviert. Buchung und Bezahlung sind von den Teilnehmer:innen selbst zu leisten.
Nach Abschluss des Lehrgangs sowie fünf supervidierten Fällen bis spätestens 3 Jahre nach Beendigung des Lehrgangs erfüllen die Teilnehmer:innen die Voraussetzungen, um sich nach § 5 Abs. 2 Mediationsgesetz und Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV) als "Zertifizierter Mediator" zu bezeichnen.
Bei Interesse an unserem Lehrgangsfolder oder an einem persönlichen Beratungsgespräch wenden Sie sich bitte an Christine Gleixner (gleixner@byak.de) oder an Verena Rommel-Scholz (rommel@byak.de).