AKH/Kraus Lazos

Bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem Projekt für die Aus­zeich­nung Vor­bild­licher Bauten im Land Hessen 2020!

Der Preis für Architektur und Städtebau widmet sich dem Zu­kunfts­thema „Nachhaltigkeit“ und sucht bis zum 31. Dezember 2020 vorbildliche Projekte und Planungen auf dem Gebiet des nach­haltigen Planen und Bauens.

Im regelmäßigen Turnus von drei Jahren wird die Aus­zeich­nung Vor­bild­licher Bauten im Land Hessen – Preis für Architektur und Städtebau gemeinsam vom Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen, und der Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen ausgelobt und richtet sich an Architekt*innen, Innen­architekt*innen, Landschafts­architekt*innen, Stadt­planer*innen und an öffentliche sowie private Bauherr*innen gleichermaßen.

Warum Sie Ihr Projekt einreichen sollten

  • Nachhaltigkeit ist ein Thema von aktueller Relevanz und ein Zu­kunfts­thema.
  • Das Aus­zeich­nungs­verfahren richtet sich erstmals an alle Fach­richtungen und an Bauherr*innen.
  • Vier neue Preiskategorien stehen für einen ganzheitlichen Ansatz.
  • Ein neues Onlinebewerbungsverfahren erleichtert die Teilnahme.
  • Eine Internationale Jury bringt den Blick von außerhalb Hessens ein und bietet die Chance, dass der Preis für Architektur und Städtebau auch über die Landesgrenze hinaus wahrgenommen wird.
  • Die Short-List- und Siegerprojekte erhalten durch die öffentliche Preisverleihung und die Veranstaltungsreihe Sustainability Talks mit den dazugehörigen Sustainability Papers eine breite Öffentlichkeit. Darüber hinaus werden alle Short-List- und Siegerprojekte in neuem Look attraktiv online präsentiert.
  • Das Motto der diesjährigen Auslobung „Nachhaltigkeit“ bietet die Chance, Teil der Nachhaltig­keits­strategie in Hessen zu werden und als aus­ge­zeichnetes Best-Practice-Projekt Inspiration für die Umsetzung weiterer nach­haltiger Projekte zu sein.

Auslobungsbroschüre

Hier finden Sie alle wichtigen Angaben und In­for­ma­tio­nen zum diesjährigen Aus­zeich­nungs­verfahren – von den Terminen, Preiskategorien, Be­wert­ungs­kriterien, Jury bis zu den Teilnahmebedingungen, u. v. a.  – gebündelt als PDF (DIN A4) zum download.

 

Auslobung als Download

Zielsetzung Nachhaltiges Planen und Bauen

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist seit 2018 als neues Staatsziel in der Hessischen Landesverfassung verankert. Im Sinne der Generationengerechtigkeit sowie des Schutzes von Ressourcen hat Nachhaltigkeit eine hohe Bedeutung für das gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Handeln in Gegen­wart und Zukunft.

Die Aus­zeich­nung vorbildlicher Projekte ist Bestandteil einer ge­meinsamen Nachhaltig­keits­strategie der Landes­regierung Hessen und der AKH. Die innovativen und qualitätsvollen prämierten Projekte sollen Planer*innen, Bauherr*innen, Bauindustrie und Handwerk sowie Politik und Gesellschaft darin bestärken, gemeinsam an einem nach­haltigen Hessen zu arbeiten und einen Beitrag zur Umsetzung der Ziele und Vereinbarungen des Weltklimavertrags zu leisten.

Der Bausektor ist bei Klima­schutz und Klimaanpassung im Besonderen gefordert. Nachhaltiges Planen und Bauen bedeutet für alle daran Beteiligten, soziokulturelle, ökologische und ökonomische Fragen und Ansprüche im Sinne der Bau­kultur ganzheitlich zu betrachten. Sie sollen sowohl bei Planer*innen als auch bei Bauherr*innen Mut zu In­no­vation wecken und Lust auf nach­haltiges Planen und Bauen machen.

Mit dem diesjährigen Preis für Architektur und Städtebau wird nach­haltiges Planen und Bauen in Hessen über gebaute Beispiele und in Realisierung befindliche Planungen bilanziert.

Die aus­ge­zeichneten Projekte sind in der Zusammenschau als wichtiger Beitrag und Anreiz für eine Diskussion der Nachhaltig­keits­strategie des Landes Hessen zu sehen.

Die Siegerprojekte wie die Short-List-Projekte bilden die Grundlage für hessenweit geplante Regionalkonferenzen der AKH.

Die individuellen Bau­steine des Aus­zeich­nungs­verfahrens sollen eine breite Öffentlichkeit ansprechen und dazu beitragen, den Diskurs zur Notwendigkeit des nach­haltigen Planens und Bauens zu verstetigen.

Zweistufiges Verfahren

Das Aus­zeich­nungs­verfahren ist zweistufig angelegt. Einreichungen können in vier Kategorien erfolgen. Nach Eingang und Vorprüfung der jeweiligen Projektunterlagen werden diese von einer unabhängigen, inter­nationalen Fachjury bewertet.

In der Phase 1 des Aus­zeich­nungs­verfahrens wird auf Empfehlung der Fachjury eine Short-List erstellt, die im Rahmen eines Diskussionsforums zum Thema Nachhaltigkeit - Sustainability Talk 1 - öffentlich präsentiert wird.

Die Projekte der Short-List werden mit der Bezeichnung „Nominiert für die Aus­zeich­nung Vor­bild­licher Bauten im Land Hessen 2020, Preis für Architektur und Städtebau“ in die Phase 2 des Aus­zeich­nungs­verfahrens übernommen, die mit einer Besichtigung der Projekte durch Mitglieder der Fachjury beginnt. Zum Abschluss der Phase 2 findet im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit thematischem Rahmenprogramm - Sustainability Talk 2 – die Vorstellung der in den vier Kategorien final ausgewählten Projekte durch Laudator*innen (Fachjury) und die Aus­zeich­nung der Preisträger*innen durch den Hessischen Finanzminister und die Präsidentin der Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen mit Urkunde und  Gebäudeplakette statt. Die Projekte der Preisträger*innen und der Short-List werden im neuen Look online präsentiert und in einer Publikation – Sustainability Papers – veröffentlicht.

Preise und Aus­zeich­nungskategorien

Die Aus­zeich­nung Vor­bild­licher Bauten im Land Hessen 2020 zeichnet Projekte und Planungen in vier Kategorien aus. Der Jury steht es frei, innerhalb einer Kategorie mehrere Objekte auszuzeichnen. Die Auswahl der Short-List-Nominierungen und der Preisträger*innen erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Gesucht werden innovative und zukunftsfähige Lösungen, die über ihre Gestaltungsqualität hinaus einen wegweisenden Beitrag zum ressourcenschonenden und energieeffizienten Bauen leisten.

Gesucht werden Projekte, die den Bestand als Teil der kulturellen, gesell­schaft­lichen Identität begreifen, ihn in seiner Qualität weiterentwickelt haben und einen Beitrag zum ressourcenschonenden und energieeffizienten Bauen leisten.

Gesucht werden Projekte und Planungen, die über die besondere Qualifizierung von öffentlichen und privaten Freiräumen einen Beitrag u.a. zum Stadtklima (Klimaanpassung) oder zur Generationengerechtigkeit leisten, die einen intelligenten Umgang mit Ressourcen im Sinne einer nach­haltigen Flächenkreislaufwirtschaft aufweisen, die zukunftsfähige Mobilitätskonzepte oder Lösungen für einen nach­haltigen Umbau von Energie- und Kulturlandschaft aufzeigen.

Gesucht werden Projekte und Planungen, die Siedlungs-, Freiraum- und Verkehrsentwicklung im Sinne einer nach­haltigen Stadtentwicklung ganzheitlich betrachten oder neue Formen der Mischung und Nutzungsüberlagerung (Multikodierung), Mobilität oder Nachverdichtung umsetzen.

Interdisziplinäre Fachjury

  • Prof. Dietmar Eberle, Architekt und Büropartner, Baumschlager Eberle Architekten, Lustenau
  • Véronique Faucheur, Dipl. Stadtplanung/Land­schafts­architektur und Büropartnerin, atelier le balto Landschafts­architekten, Berlin
  • Andrea Georgi-Tomas, Architekt­in und Geschäfts­führerin, ee concept gmbh, Darmstadt
  • Prof. Dr. Markus Harzenetter, Kunsthistoriker und Präsident, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden
  • Brigitte Holz, Architekt­in, Städte­bau­architektin, Stadt­planerin und Präsidentin, Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen, Wiesbaden
  • Mirjam Niemeyer, Architekt­in, Städtebauerin und Büropartnerin, Helsinki Zürich Office GmbH, Helsinki/Zürich
  • Martin Rein-Cano, Landschafts­architekt und Bürogründer/Creative Director, TOPOTEK 1, Berlin
  • Prof. Matthias Schuler, Dipl.-Ing. und Bürogründer/CEO, TRANSSOLAR Energietechnik GmbH, Stuttgart
  • Raoul Sigl, Architekt und Büropartner, Conen Sigl Architekten, Zürich
  • Dr. Martin J. Worms, Verwaltungsjurist und Staatssekretär, Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden

Be­wert­ungs­kriterien

Gesucht werden innovative und zukunftsfähige Lösungen, die einen besonderen Beitrag zum nach­haltigen Planen und Bauen leisten und mit hoher archi­tek­tonischer, innen­archi­tek­tonischer, land­schafts­archi­tek­tonischer oder städtebaulicher Qualität überzeugen.

Die Beurteilung der eingereichten Projekte und Planungen erfolgt primär nach folgenden Kriterien: Gestaltung, Multifunktionalität des Nachhaltigkeitsbegriffs (ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Qualität), Technische Qualität, Prozessqualität und Standort.

Diese können sich bei den eingereichten Projekten in unterschiedlicher Ausprägung wiederfinden.

Gestaltung: sehr gute städtebauliche Einbindung, besondere Qualifizierung des Außenraums, architektonisch-räumliche Gebäudequalität, anspruchsvolle Gestaltung und Haltung, …

Multifunktionalität des Nachhaltigkeitsaspekts: beispielhafte Verknüpfung von Nachhaltigkeitsaspekten:

  • Ökologische Qualität: Ressourcenschonung (Baustoffe, Boden, Wasser und Lebenszyklus) und Begrenzung der Umweltbelastung, Berücksichtigung der Aspekte Effizienz, Konsistenz und Suffizienz, …
  • Ökonomische Qualität: wirtschaftliche Auslastung von Infrastrukturen, Berücksichtigung von Lebenszykluskosten, …
  • Soziale und kulturelle Qualität: bedürfnisgerechte Gestaltung (Nutzerakzeptanz), Förderung des Wohlbefindens und der Kommunikation, Sicherstellung von Barrierefreiheit, Flexibilität, …

Technische Qualität: innovativer Einsatz moderner Technik (Low- oder High-Tech-Lösung), Angemessenheit, Instandhaltungsfreundlichkeit, Nach- und Aufrüstbarkeit, Rückbaubarkeit, Recyclingfreundlichkeit, …

Prozessqualität: interdisziplinäre Projektstruktur, Planungswettbewerb, Partizipationsprozess (Nutzer- und Öffentlichkeitsbeteiligung), Qualitätskontrolle, Monitoring, …

Standort: integrative Planung unter Berücksichtigung der Potenziale eines eng- oder weitgefassten Kontextes (Standort / Region), …

Erforderliche Angaben

Folgende Daten sind im Onlinebewerbungsformular auf dieser Webseite in der Phase 1 anzugeben:

  • Projekttitel und Projektdaten
  • Entwurfs­verfasser*innen, Bauherr*innen und Projektbeteiligte
  • Entwurfs­verfasser*innenerklärung und Einwilligung zur Datenverarbeitung
  • einfache Einverständniserklärung Bauherr*innen
  • allgemeine Projektbeschreibung (max. 6.000 Zeichen, u.a. Entwurfskonzept mit Projekteckdaten, wie Leis­tungsphasen, Baukosten, etc.)
  • erweiterte Projektbeschreibung (u.a. Erläuterung des Nachhaltigkeitskonzeptes, Angaben zu den Be­wert­ungs­kriterien mit max. 5.000 Zeichen, persönliches Statement zum Thema Nachhaltigkeit mit max. 1.000 Zeichen)
  • Planunterlagen (Lagepläne, Grundrisse, Schnitte, ggf. Details, Visualisierungen, Konzeptskizzen, Grafiken)
  • Fotos (Innen- / Außenaufnahmen)
  • Einverständniserklärung Fotograf*innen (Nutzungsrechte, Bildrechtenachweis und Bildnutzungsnachweis)

Folgende Daten sind in der Phase 2 nachzureichen:

  • erweiterte Einverständniserklärung Bauherr*innen
    (Terminabsprache und Zugangsberechtigung für Vor-Ort-Besichtigung durch die Jury, Einverständniserklärung einer Film- und Bilddokumentation)

Zulassung und Teilnahmebedingungen

Eine Bewerbung erfolgt über das Onlinebewerbungsformular auf dieser Webseite. Die eingereichten Projekte müssen anhand der Projektunterlagen nachvollziehbar und anschaulich dargestellt werden. Die Beurteilung der Projekte findet auf Basis der eingereichten Projektunterlagen (Phase 1) und ergänzend durch eine Vor-Ort-Besichtigung (Phase 2) statt. Teilnehmen am zweistufigen Aus­zeich­nungs­verfahren können Planer*innen der Berufsfachrichtungen Architektur, Innen­architektur, Land­schafts­architektur und Stadtplanung sowie Bauherr*innen über ihre(n) projekt­ver­antwort­liche(n) Planer*in.
 

Zugelassen werden:

  • bis zu max. drei im Land Hessen realisierte Projekte je Bewerber*in; diese müssen in den letzten fünf Jahren realisiert worden sein (es zählt das Fertigstellungsdatum);
  • unter diesen Einreichungen darf max. ein Projekt sein, das sich zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses noch in der Umsetzung befindet, sofern es konzeptionell einen besonderen Diskursbeitrag darstellt;
  • Bewerbungen mit vollständig eingereichten Unterlagen (alle Angaben zum / zur Bewerber*in, Entwurfs­verfasser*in, Bauherr*in, Projektbeteiligten, Projektdaten, Plan- und Bildmaterial, Einverständniserklärungen, etc.);
  • Für die Bewerbung ist eine Teilnahmegebühr pro Projekt von 95 Euro an die AKH zu entrichten; die Rechnungsstellung mit Angaben der Überweisungsdaten erfolgt nach dem Bewerbungsschluss (31. Dezember 2020);

Bereits in der Vergangenheit im Rahmen der Aus­zeich­nung Vor­bild­licher Bauten im Land Hessen prämierte Arbeiten können nicht zugelassen werden.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind bis zum 31. Dezember 2020, 0:00 Uhr einzureichen. Es zählt das Online-Absendedatum (MEZ).

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Sollten Sie sich bereits bei zurückliegenden, vergangenen Aus­zeich­nungs­verfahren der AKH registriert haben, so ist Ihr altes Benutzerkonto inzwischen erschlossen. Bitte legen Sie ein neues Benutzerkonto für die Teilnahme am Aus­zeich­nungs­verfahren Vor­bild­licher Bauten im Land Hessen 2020 – Preis für Architektur und Städtebau an!

 

Anmeldung für registrierte Bewerber*innen

Wenn Sie sich für das Aus­zeich­nungs­verfahren 2020 bereits erfolgreich registriert haben und Sie Ihre begonnene Bewerbung weiter bearbeiten möchten, melden Sie sich bitte hier an.

Ihr Ansprech­partner

Sie haben Fragen zur Aus­zeich­nung Vor­bild­licher Bauten im Land Hessen 2020 oder Fragen zu Ihrer Bewerbung beziehungsweise zu den Bewerbungsmodalitäten?

Referent Bau­kultur, Wirtschaft und Hochschulwesen
Florian Dreher
Dipl.-Ing.
Telefon: 0611 1738-55
Fax: 0611 1738-40

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