AKH / Joachim Mildner
Tag der Archi­tektur 1995-2025

30 Jahre Bau­kultur in Hessen – im Wandel der Zeit

Die AKH hat anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums zum Tag der Archi­tektur eine Wanderausstellung konzeptioniert. Das landesweite Event „TDA“ findet seit 1995 immer am letzten Juniwochenende statt und begeistert Fachpublikum sowie eine breite Öffentlichkeit.

Vor 30 Jahren ist der Tag der Archi­tektur (TDA) von den drei Architekten­kammern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ins Leben gerufen worden. Über die Jahre hinweg hat sich der Tag der Archi­tektur zu einem beliebten, anerkannten und erfolgreichen Format der Archi­tekturvermittlung entwickelt.

Archi­tektur ist immer auch ein Spiegelbild ihrer Gesellschaft, der damit verbundenen Werte und Haltungen. Die Ausstellung „Tag der Archi­tektur 1995-2025 – Hessen nach­haltig gestalten“ blickt auf 30 Jahre Bau­kultur in Hessen zurück. Sie thematisiert exemplarisch an drei aktuellen Heraus­forderungen des Bauwesens – Wohnen, Nachhaltigkeit und Material – Leitbilder der Planung im Spiegel ihrer Zeit.

Die Ausstellungsarchitektur ist mobil, modular und erweiterbar und als Wanderausstellung für die Region konzipiert. Mit dem Medium der Ausstellung verbindet sich der Auftrag, für eine integrale Planungskultur zu werben und die baulich-räumliche Ent­wick­lung vor Ort sichtbar zu machen – im ge­meinsamen Diskurs für eine qualitätsvolle, regio­nale Bau­kultur in Hessen.

Die AKH stellt die Ausstellung für ihre Mitglieder oder Netzwerkpartner kostenfrei zur Verfügung. Die Ausstellung bietet unterschiedliche Variationen zum Aufbau und eignet sich für unterschiedliche Anlässe, Veran­staltungen oder Formate der Bespielung – von der Schaufensterbestückung bis zur Pop-Up-Leerstandsbespielung. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Ausstellung und holen Sie sich ein Stück Bau­kultur aus Hessen in Ihre Heimat!

Themen der Wanderausstellung

Wohnen zählt zu den essenziellen Grundbedürfnissen des Menschen. Gute Wohnverhältnisse und ein funktionierendes Wohn­umfeld sind wesentliche Voraussetzungen für den sozialen Frieden und den Zusammenhalt der Gesellschaft. Um diese Be­deutung zu unterstreichen, ist die Schaffung angemessenen Wohnraums als Staatsziel in die Hessische Verfassung aufgenommen worden. Das Gut „Wohnen“ ist einem stetigen Wandel unterworfen: gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich und ökologisch. Der Wohnungs­bau der Zukunft muss generationengerecht und wandelbar, barrierefrei und suffizient, klimagerecht und ressourcenschonend sein. Er ist Teil eines Quar­tiers mit hoher Qualität öffentlicher Freiräume, nach­haltiger Mobilität und sozialer und funktionaler Mischung. Die zukünftige Ent­wick­lung wird maßgeblich davon abhängen, wie es gelingt, die Rahmen­bedingungen für den kostenbewussten Wohnungs­bau zu verbessern. Die Nachverdichtung, Um- und Weiternutzung des Bestandes bedeutet hierfür ein großes Potential.

Themenaspekte:

  • Von der Energiewende zur Bauwende
  • Mehr Raum, weniger Fläche
  • Lebensmodelle im Wandel

Mit einem Anteil von bis zu 40 Prozent zählt der Bausektor – neben dem Bereich Verkehr – zu den Hauptverursachern von Treibhausgasemissionen. Die Trans­formation beider Sektoren bietet daher ein großes Einsparpotenzial. Klima­schutz, Res­sour­cenknappheit, Bau-, Energie- und Mobilitätswende, Digitalisierung sowie der demografische Wandel erfordern ein Umdenken in den bisherigen Wirtschafts- und Lebensweisen. Nachhaltigkeit ist das Zusammenspiel ökologischer, wirtschaftlicher sowie sozialer und kultureller Qualitäten. Im architektonischen, städte­bau­lichen und freiraumplanerischen Konzept findet sie ihren räumlichen Ausdruck. Das bedeutet die integrierte Betrachtung singulärer Qualitäten. Nachhaltiges Planen und Bauen heißt vor diesem Hintergrund: im Ein­klang mit den natürlichen Res­sour­cen zu planen und die Bedürfnisse heutiger wie zukünftiger Generationen zu antizipieren. Effizienz (besser bauen), Konsistenz (anders bauen) und Suffizienz (weniger bauen) bilden dabei drei strategische Ansätze, die bei der Planung eine parallele Berücksichtigung finden müssen.

Themenaspekte:

  • Auf dem Weg zur Umbaukultur
  • Weniger muss wieder mehr sein
  • Von der Stadtreparatur zur Klima­an­passung

An den Produktionsbedingungen, Fügungstechniken und Gebrauchsweisen von Baustoffen lässt sich ablesen, wie Gesellschaften, Politik, Wirtschaft sowie Generationen von Planer*innen und Bauherr*innen mit Natur und Res­sour­cen umgehen und ihre Lebensumwelt gestalten. Obwohl der Club of Rome bereits 1972 in seinem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ die Endlichkeit der natürlichen Res­sour­cen anmahnt, nimmt durch die Globalisierung ab den 2000er-Jahren der inter­nationale Roh­stoff- und Warenverkehr neue Dimensionen an. Mit der COVID-19-Pandemie (ab 2020) oder dem Russisch-Ukrainischen Krieg (seit 2022) ist die Fragilität des globalen Handelsnetzwerks mit drastischen Marktverwerfungen (Materialverknappung, Preisexplosionen, Handelsblockaden, Fachkräfteausfall usw.) sichtbar geworden. Politische wie wirtschaftliche Abhängigkeiten werden seitdem hinterfragt; lokale Produktion, Resilienz und Autarkie sind hingegen wieder gefragt. Für Res­sour­cen­schonung, Klima­schutz und Klima­an­passung ist ein Wandel in den Wirtschafts- und Lebensweisen erforderlich.

Themenaspekte:

  • Von Hightech bis Lowtech
  • Ökonomie des Verbrauchs
  • Lokalität als Potenzial

Termine der Wanderausstellung

20.11.2025-11.12.2025

  • Foyer im Rathaus Kassel, Obere Königsstraße 8, Kassel
  • mit Vernissage und Talk; in Anwesenheit von Simone Fedderke, Stadtklimarätin der Stadt Kassel und Gerhard Greiner, Präsident der AKH

 

22.01.2026-12.02.2026

  • Stadthof Hanau, Am Markt 2, Hanau
  • mit Podiumsdiskussion und Ausstellungsführung; in Kooperation mit der Vereinigung frei­schaf­fender Architekt*innen (VFA)

 

16.02.2026-09.03.2026

  • City Point Kassel, Königsplatz 61, Kassel

 

15.04.2026-16.04.2026

  • Schulbau-Messe 2026 Frank­furt/Main, Jahrhunderthalle, Frank­furt-Höchst

Preview im Haus der Architekten am TDA-Wochen­ende 2025

AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
AKH
Zum TDA-Wochen­ende 2025 sind die ersten Themenmodule gezeigt worden.
Die Präsentation im Kammer­fenster war als Installation auch von außen für die Öffentlichkeit gut sichtbar.

Ausstellung im Rathaus Kassel mit Vernissage und Talk

AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
Die Austellung ist im Foyer des Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert worden.
Zur Vernissage, am 11.12.2025, sprachen Simone Fedderke, Stadtklimarätin der Stadt Kassel und Gerhard Greiner, Präsident der AKH.
Die zahlreich erschienenen Gäste flanieren beim Get together durch die Ausstellung.

Ausstellung im Stadthof Hanau mit Podiumsdiskussion und Führung

AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
AKH / Florian Dreher
Im umgebauten, ehemaligen Kaufhof ergänzt die Ausstellung das vielschichtige Programm des neuen Stadthofs als dritten Ort.
Die Ausstellung ist anlässlich der Podiumsdiskussion, in Kooperation mit der VFA, eröffnet worden.
Eine Führung durch die Ausstellung mit der Vorstellung der Themen und Projekte gab den Hintergrund für die Podiumsdiskussion.
Die VFA hat verschiedene Akteure aus Stadtpolitik, Praxis und Berufs­politik zur Podiumsdiskussion eingeladen, moderiert von Andreas Staubach, VFA.
An der Diskussion nahmen u.a. Gerhard Greiner, Präsident der AKH und Vorstands­mitglied der AKH, Tobias Rösinger sowie Martin Bieberle, Geschäfts­führer Marketing Hanau teil.

Aufbauvarianten

Die Billboard-Aufstellung beinhaltet Intromodul sowie drei Themenmodule in Reihe aufgestellt. Sie eignet sich als Wandbespielung oder als Hintergrund für Veran­staltungen.

AKH / Kraus Lazos & Studio Rustemeyer
AKH / Kraus Lazos & Studio Rustemeyer

Die Raumfigur-Aufstellung bildet eine beidseitige Möglichkeit zur Bespielung der vier Ausstellungsmodule. Sie eignet sich als Forum oder zur Bespielung von Leerständen.

Die Flex-Aufstellung variiert in der Bestückung der Ausstellungstafeln (Projekte, Grafiken, usw.) nach individuellen Themenaspekten. Sie eignet sich als Aufsteller oder zur Schaufensterbespielung.

AKH / Kraus Lazos & Studio Rustemeyer

Der Tag der Archi­tektur ist Teil gelebter Bau­kultur. Er ist auch wichtig, um Archi­tektur in die Mitte der gesell­schaft­lichen Debatte zu heben.

Gerhard Greiner, Präsident der AKH

TDA 1995 Booklet und TDA 2025 Booklet

Das TDA 1995 Booklet dokumentiert 102 Projekte der Archi­tektur, Innen­architektur, Land­schafts­architektur und des Städtebaus. Das Booklet ist vergriffen und kann nicht mehr über die AKH bezogen werden.

AKH/Joachim Mildner

Das TDA 2025 Booklet dokumentiert 74 Projekte der Archi­tektur, Innen­architektur, Land­schafts­architektur und des Städtebaus, die zum Archi­tekturwochenende am 28. und 29. Juni 2025 in ganz Hessen besichtigt werden konnten. 

Über die AKH kann das Booklet als Printexemplar für 5 € zzgl. Porto- und Versandkosten sowie als kostenfreier Download-PDF bezogen werden.

TDA 2025 Booklet als PDF zum Download

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Ansprech­partner

Sie möchten die TDA-Ausstellung in Ihre Region und in Ihre Stadt holen? Die AKH stellt die Ausstellung kostenfrei zur Verfügung.

Referent Bau­kultur, Wirtschaft und Hochschulwesen
Florian Dreher
Dipl.-Ing. | (Fach­richtung Archi­tektur)
Telefon: 0611 1738-55
Fax: 0611 1738-40