Seminarbeschreibung
Gary Kamemoto, Principal des japanischen Architekturbüros Maki and Associates, bietet exklusiv für die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen eine Führung durch den Museumsbau an und erläutert während des Rundgangs das Entwurfskonzept seines verstorbenen Vorgängers Fumihiko Maki. Es handelt sich um eine einmalige Gelegenheit und die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung wird daher dringend empfohlen. Bitte beachten Sie, dass die Führung in englischer Sprache stattfindet und keine Übersetzung vorgesehen ist.
Der Eintrittspreis für das Museum in Höhe von 12 Euro pro Person (Gruppenticket) ist im Führungspreis enthalten.
Das Museum Reinhard Ernst (mre) in Wiesbaden ist als dauerhaft angelegter Kulturbau konzipiert, dessen architektonische Identität wesentlich durch den materialgerechten und konstruktiv anspruchsvollen Einsatz von Naturstein geprägt wird. Kubatur, Baufluchten und Gebäudehöhe orientieren sich am Maßstab der von der Belle Époque geprägten Umgebung. Die Straßenfront gliedert sich in zwei hohe rechteckige Baukörper. Der zur Kreuzung Wilhelmstraße/Rheinstraße auskragende Baukörper mit aufgesetztem Pyramidenwalmdach setzt dort einen gewünscht zurückhaltenden Akzent.
Die Architektur folgt den Gedanken Fumihiko Makis sowie der Intention des Hausherrn, einen Ort für die Gemeinschaft zu schaffen, an dem Menschen – insbesondere Kinder – an abstrakte Kunst herangeführt werden. Diese das Museum auszeichnende Offenheit zeigt sich bereits darin, dass das Eingangsgeschoss für alle Besucherinnen und Besucher frei zugänglich ist.
Die Fassade wurde mit Bethel White Granit (Vermont, USA) und gestockter Oberfläche ausgeführt. Präzise geschnittene, sorgfältig sortierte Steinformate mit minimalen Fugen erzeugen den Eindruck eines nahezu monolithischen Baukörpers. Der helle Granit zeichnet sich durch hohe Materialhomogenität und eine differenzierte Lichtwirkung aus, die je nach Tageslicht fein variiert und der Fassade Tiefe verleiht.
Die Fassade ist mit versetztem Fugenschnitt ausgeführt und wirkt durch die bewusst wenigen Fensteröffnungen nach außen geschlossen. Hakensteine an Außenecken, Stürzen, Fensterbänken, Laibungen und Untersichten schärfen Kanten und definieren Schattenfugen. Eine Besonderheit bilden elf als Massivteil gefertigte, dreiseitig geschlossene Ecksteine am Übergang von Außenecke und Untersicht, die aufgrund der Geometrie eine aufwendige, speziell abgestimmte Verankerung erforderten. Flächige Steinuntersichten sowie die verdeckte Entwässerung hinter der VHF-Fassade runden das Erscheinungsbild ab. Mit ihrer langen Lebensdauer, dem geringen Instandhaltungsbedarf, dem Werterhalt sowie einer sehr guten CO2-Bilanz erfüllt eine Natursteinfassade zentrale Anforderungen nachhaltigen Bauens und demonstriert den zukunftsfähigen Einsatz von Stein.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum
08. Juni 2026.
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