Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Unsere Fortbildungsangebote

Sommerlicher Wärmeschutz / Thermische Behaglichkeit

Akademie, Technik, Aus- und Durchführung, Kennziffer: 219-K36
Referenten

Stefan Horschler, Dipl.-Ing., Architekt, Hannover

Termin Mittwoch, 27.11.2019, 09:30 Uhr – 17:00 Uhr
Anmeldung bis: Mittwoch, 13.11.2019
Zur Anmeldung
Veranstaltungsort Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Wiesbaden
Teilnahmegebühr
Für Mitglieder der AKH
199,00 €

Für Gäste
299,00 €

Für Personen mit Ermäßigung
149,00 €
8 Fortbildungspunkte
8 NWB Wärmeschutz

Thermischer Komfort ist sowohl im Winter als auch im Sommer eine wichtige Grundlage zufriedener Nutzer. Während fehlender Komfort im Winter regelmäßig nicht hingenommen wird und zu Klagen führt, werden sommerliche Überhitzungen zumindest im Wohnungsbau eher toleriert. Im Nichtwohnungsbau, speziell in Arbeitsstätten stellt thermischer Komfort die Grundlage für effizientes und leistungsförderndes Arbeiten und Lernen dar. Bewusst oder unbewusst nehmen Nutzer das Vorhandensein thermischen Komforts wahr, da dieser sich sehr stark auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz auswirkt.

Durch eine frühzeitige integrale Planung von vorzugsweise passiven Maßnahmen kann ein hoher thermischer Komfort erreicht werden. Wichtig bei der Planung ist, dass sich Auftraggeber und Auftragnehmer über konkrete Ziele verständigen. Fehlender thermischer Komfort kann in der Folge zu einer mangelhaften Gebrauchstauglichkeit und somit zu Streitigkeiten führen.

Je nach Konzept zur Sicherstellung des thermischen Komforts haben planerische Entscheidung stets auch Auswirkungen auf den späteren Energieverbrauch. Durch eine geschickte Planung und eine Reihe von „passiven Maßnahmen“ kann der Planer nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum thermischen Komfort sondern gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für einen niedrigeren Energiebedarf für die Wärmerzeugung im Winter bzw. für die Kühlung im Sommer leisten.

Aus diesem Grund stellt der thermische Komfort auch ein wichtiges Planungsziel im Kontext des „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (kurz BNB-System) dar.

  • Grundlagen für den thermischen Komfort
  • Mindestwärmeschutz und dessen Nachweis nach DIN 4108-2
  • Möglichkeiten zur Bewertung und Vorhersage
  • Randbedingungen für thermische Simulationen
  • Regelwerke und Zielkonflikte
  • Konsequenzen für den Energiebedarf für Heizen und Kühlen
  • Wechselbeziehungen zu weiteren Aspekten des Nachhaltigen Bauens

Die Veranstaltung wird für die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit 8 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 8 Unterrichtseinheiten (Energieberatung im Mittelstand), 8 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.