
Hessischer Architektentag 2019: Unentdeckte Potenziale für neuen Wohnraum
Architekten und Stadtplaner zeigten beim diesjährigen Hessischen Architektentag am 12. November in Neu-Isenburg Chancen auf, wie und wo guter Wohnraum entstehen kann. „Wie kann das derzeitige Wohnraumpotenzial der verfügbaren Flächen in vollem Umfang ausgenutzt werden? Wie sehen flexible neue Formen des städtischen Wohnens aus? Wie gelingt durch Transformation und Innovation nachhaltiger Wohnungsbau?“ mit diesen und anderen Fragestellungen eröffnete Brigitte Holz, Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, die ausgebuchte Tagung mit rund 700 Teilnehmern.
In ihrer Eröffnungsrede erklärte Holz: „Bei der Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden müssen wir genau hinschauen, welche ungenutzten Potenziale noch vorhanden sind. Die Lösung kann nicht nur darin bestehen, neue Flächen auszuweisen. Wir sollten Städte und Kommunen entsprechend ihrer jeweiligen Identität weiterbauen, sie durch Umnutzungen, Aufstockungen und Arrondierungen mit hoher Qualität nachverdichten.“ Eine Stadt sei nur attraktiv, solange sie Wohnungen für alle biete. Entscheidend seien dabei auch ansprechend gestaltete Freianlagen, begrünte Fassaden und Dachflächen. Dichtere Bebauungen erfordern ein ansprechendes Wohnumfeld. „Eine gute Freianlagenplanung trägt zu Klimaschutz und Klimaanpassung bei. Konstruktives Weiterbauen am Bestand statt leichtfertiger Abriss sollte das Credo sein“, so Holz weiter.
Die Spitzenvertreterin der hessischen Architekten und Stadtplaner beschrieb die Problematik steigender Bodenpreise in der Rhein-Main-Region: „Immer mehr Menschen zieht es aufgrund lukrativer Arbeitsplätze in die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Doch Attraktivität hat ihren Preis. Neuer, insbesondere bezahlbarer Wohnraum wird in allen Oberzentren der Region dringend benötigt. Die verfügbaren Bauflächen sind knapp und die Bodenpreise steigen ins Unermessliche. Ein Investment im Wohnungsbau ist vielfach nur noch im hochpreisigen Segment wirtschaftlich. Hier müssen wir gegensteuern.“
Für den Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ setzten sich neben Präsidentin Holz auch weitere Referenten der Tagung ein. So betonte Prof. Tichelmann von der Technischen Universität Darmstadt, dass der Flächenverbrauch reduziert werden müsse. Jan Knikker von MVRDV aus Rotterdam appellierte ebenfalls, Städte mit attraktiven Gebäuden zu verdichten.
Neben aktuellen Studien zu ungenutzten Wohnraumpotenzialen in zentralen Lagen und Handlungsoptionen für eine aktive Bodenpolitik, beleuchteten die Referenten des Hessischen Architektentags auch neue Wohnformen und präsentierten Beispiele ressourcenschonenden Bauens durch Umnutzung und nachhaltige Materialwahl.
Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen setzte die Themenreihe der vergangenen Hessischen Architektentage mit der Veranstaltung 2019 fort. Nach der Beleuchtung der Frage nach kostengünstigem Wohnraum für alle im Jahr 2016, der Analyse des Zukunftsbilds Wohnraum in mittel- und kleinstädtischen sowie ländlichen Räumen 2017 und der Beschäftigung mit Smart Home – Wie werden wir in Zukunft wohnen im vergangenen Jahr, schloss sich 2019 der Kreis mit dem Fokus auf ungenutzten Potenzialen für den Wohnungsbau.
Eine ausführliche Berichterstattung folgt im Hessen-Teil des DAB.
Architekten und Stadtplaner zeigten beim diesjährigen Hessischen Architektentag am 12. November in Neu-Isenburg Chancen auf, wie und wo guter Wohnraum entstehen kann. „Wie kann das derzeitige Wohnraumpotenzial der verfügbaren Flächen in vollem Umfang ausgenutzt werden? Wie sehen flexible neue Formen des städtischen Wohnens aus? Wie gelingt durch Transformation und Innovation nachhaltiger Wohnungsbau?“ mit diesen und anderen Fragestellungen eröffnete Brigitte Holz, Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, die ausgebuchte Tagung mit rund 700 Teilnehmern.
In ihrer Eröffnungsrede erklärte Holz: „Bei der Weiterentwicklung von Städten und Gemeinden müssen wir genau hinschauen, welche ungenutzten Potenziale noch vorhanden sind. Die Lösung kann nicht nur darin bestehen, neue Flächen auszuweisen. Wir sollten Städte und Kommunen entsprechend ihrer jeweiligen Identität weiterbauen, sie durch Umnutzungen, Aufstockungen und Arrondierungen mit hoher Qualität nachverdichten.“ Eine Stadt sei nur attraktiv, solange sie Wohnungen für alle biete. Entscheidend seien dabei auch ansprechend gestaltete Freianlagen, begrünte Fassaden und Dachflächen. Dichtere Bebauungen erfordern ein ansprechendes Wohnumfeld. „Eine gute Freianlagenplanung trägt zu Klimaschutz und Klimaanpassung bei. Konstruktives Weiterbauen am Bestand statt leichtfertiger Abriss sollte das Credo sein“, so Holz weiter.
Die Spitzenvertreterin der hessischen Architekten und Stadtplaner beschrieb die Problematik steigender Bodenpreise in der Rhein-Main-Region: „Immer mehr Menschen zieht es aufgrund lukrativer Arbeitsplätze in die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Doch Attraktivität hat ihren Preis. Neuer, insbesondere bezahlbarer Wohnraum wird in allen Oberzentren der Region dringend benötigt. Die verfügbaren Bauflächen sind knapp und die Bodenpreise steigen ins Unermessliche. Ein Investment im Wohnungsbau ist vielfach nur noch im hochpreisigen Segment wirtschaftlich. Hier müssen wir gegensteuern.“
Für den Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ setzten sich neben Präsidentin Holz auch weitere Referenten der Tagung ein. So betonte Prof. Tichelmann von der Technischen Universität Darmstadt, dass der Flächenverbrauch reduziert werden müsse. Jan Knikker von MVRDV aus Rotterdam appellierte ebenfalls, Städte mit attraktiven Gebäuden zu verdichten.
Neben aktuellen Studien zu ungenutzten Wohnraumpotenzialen in zentralen Lagen und Handlungsoptionen für eine aktive Bodenpolitik, beleuchteten die Referenten des Hessischen Architektentags auch neue Wohnformen und präsentierten Beispiele ressourcenschonenden Bauens durch Umnutzung und nachhaltige Materialwahl.
Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen setzte die Themenreihe der vergangenen Hessischen Architektentage mit der Veranstaltung 2019 fort. Nach der Beleuchtung der Frage nach kostengünstigem Wohnraum für alle im Jahr 2016, der Analyse des Zukunftsbilds Wohnraum in mittel- und kleinstädtischen sowie ländlichen Räumen 2017 und der Beschäftigung mit Smart Home – Wie werden wir in Zukunft wohnen im vergangenen Jahr, schloss sich 2019 der Kreis mit dem Fokus auf ungenutzten Potenzialen für den Wohnungsbau.
Eine ausführliche Berichterstattung folgt im Hessen-Teil des DAB.