Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

FAQ Vergabeentscheidung und Rechtsschutz:

Wann muss gerügt werden?

Damit ein Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer überhaupt zulässig ist muss der Antragsteller gem. § 160 Abs. 3 GWB:

  • den Verstoß gegen Vergabevorschriften gegenüber dem Auftraggeber innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt haben
  • Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, spä­testens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt haben,
  • Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spä­testens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt haben.

Erkennbar sind Regelverstöße, die bei üblicher Sorgfalt und den üblichen Kenntnissen von einem durchschnittlichen Unternehmen erkannt werden. Es geht dabei darum, ob sich der fachkundige Bieter aufgrund der ihm erteilten Informationen im Stande sieht, einen wettbewerbsfähigen Teilnahmeantrag zu erstellen (VK Nordbayern, Beschluss vom 18.6.2010 - Az: 21 VK-3194-18/10).


erstellt: ByAK, 07/2016

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