Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

FAQ Grundlagen:

Was sind die Pflichten öffentlicher Auftraggeber?

Öffentliche Auftraggeber gem. § 99 GWB sind bei Vergaben von öffentlichen Aufträgen, die den Schwellenwert von derzeit 209.000 € (100 % Nettohonorar zzgl. mind. 3 % NK) erreichen, an den Verfahrensweg des GWB und der VgV gebunden.

Gem. § 74 Abs. 1 VgV sollen Architektenleistungen in der Regel im Verhandlungsverfahren mit Teil­nahmewettbewerb nach § 17 VgV oder im wettbewerblichen Dialog nach § 18 VgV vergeben werden. Gem. § 14 Abs. 4 Nr. 8 VgV kann der öffentliche Auftraggeber auch Aufträge im Verhandlungsverfah­ren ohne Teilnahmewettbewerb vergeben, wenn im Anschluss an einen Planungswettbewerb nach den Bedingungen dieses Wettbewerbs an den Gewinner oder an einen der Preisträger vergeben wer­den muss.

Soll der Auftrag laut der Auslobung nicht an den Preisträger, sondern an einen der Preisträger verge­ben werden, so müssen alle Preisträger des Wettbewerbs zur Teilnahme an den Verhandlungen auf­gefordert werden.

Bei Projekten, die den Schwellenwert nicht erreichen, ist Nachfol­gendes zu beachten:

- bis EUR 10.000 Vergleichsangebote
- ab EUR 10.000 Hessisches Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG)
- Wettbewerbe nach RPW ab EUR 50.000 in Verbindung mit Interessenbekundungsverfahren (nach HVTG)


erstellt: ByAK, 07/2016

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