
Gemeinsam für zukunftsfähige Baukultur
Die ARKO ist eine unabhängige, berufsständische Genossenschaft in Gründung, die ein treuhänderisches digitales Ökosystem bereitstellt und damit Rechte an Daten, das Knowhow und die Urheberrechte von Architekt:innen und Ingenieur:innen stärkt. Sie wird gegründet, um die digitale Selbstbestimmung des Berufsstands zu sichern und durch transparente, standardisierte Datenstrukturen die Qualität des digitalen Planens und Bauens zu stärken. Zentrales Ziel ist es, die freie und unabhängige Berufsausübung dauerhaft zu schützen und zu fördern.
Herausforderungen und Ursprung der ARKO-Idee
Die Planungs- und Baubranche steht seit Jahren unter dem Druck rasant wachsender digitaler Anforderungen und steigender Kosten: Daten entstehen dezentral, uneinheitlich und projektbezogen, Standards fehlen, rechtliche Vorgaben an digitale Dokumentation steigen und proprietäre Plattformen führen zu Abhängigkeiten und können mit Kontrollverlust für Architekturbüros einhergehen. Insbesondere kleine und mittlere Büros sind davon betroffen. Diese fragmentierte Datenlandschaft erschwert nicht nur eine verlässliche Planung, sondern gefährdet auch Know-how, Urheberrechte und die digitale Souveränität des Berufsstands. Genau aus diesen Herausforderungen heraus entstand die Idee der ARKO: eine unabhängige, treuhänderische und berufsgetragene Dateninfrastruktur zu schaffen, die Ordnung, Transparenz und gemeinsame Standards ermöglicht und die Planenden in die Lage versetzt, ihre digitale Zukunft selbst zu gestalten. Damit folgt die ARKO dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, das sich in anderen Berufsständen bereits erfolgreich bewährt hat.


ARKO.
Die „DATEV“ der Baukultur
Ein erfolgreiches Vorbild für diesen genossenschaftlichen und treuhänderischen Ansatz findet sich in der DATEV. Sie wurde 1966 als genossenschaftlich organisierte IT‑Infrastruktur gegründet, um Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen und Buchhaltungsbüros in einer Zeit sprunghaft wachsender Anforderungen zu stärken. Ausgelöst durch neue gesetzliche Vorgaben und den Übergang zur elektronischen Datenverarbeitung entstand eine gemeinsame Plattform, die Standards setzte, digitale Schnittstellen etablierte und die digitale Arbeit ihrer Mitglieder zuverlässig, unabhängig und zukunftsfähig machte. Was einst als kleine, berufsgetragene Idee begann, ist heute zu einer unverzichtbaren Infrastruktur geworden, die nahezu der gesamte Berufsstand der Steuerberatungskanzleien nutzt. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, welche Kraft eine Genossenschaft entfalten kann.
Genau dieses Prinzip überträgt die ARKO auf die Architektur- und Planungswelt: eine gemeinsame Infrastruktur, die Standards schafft, Daten schützt und die Grundlage für souveränes, effizientes und unabhängiges digitales Arbeiten legt.
Services
Die ARKO entwickelt Schritt für Schritt ein digitales, berufsständisches Ökosystem, das die tägliche Arbeit von Planungsbüros spürbar erleichtern soll. Viele der Services befinden sich derzeit im Aufbau und werden auch künftig dem genossenschaftlichen Grundgedanken folgen: Inhalte und Angebote entstehen auf Basis gemeinsamer Entscheidungen und im gemeinsamen Tun der Genossinnen und Genossen. Dieses kooperative Prinzip ermöglicht es, genau die Tools zu entwickeln, die der Berufsstand wirklich benötigt: von einer sicheren und strukturierten Datenhaltung über transparente Prüf- und Dokumentationsprozesse bis hin zu digitalen Anwendungen, die Zusammenarbeit, Qualität und Effizienz verbessern. Die folgenden Services zeigen, was bereits in Entstehung ist. Sie zeigen in welche Richtung sich die ARKO entwickelt und welche Möglichkeiten sich aus einer gemeinsam getragenen Infrastruktur für Planung, Bauherrenschaft und Baukultur eröffnen.
Die ARKO bietet ein gemeinsames digitales Ökosystem. Ein Common Data Environment (CDE) als Single Source of truth. Standardisierte Datenhaltung, klare Strukturen, eindeutige IDs, ein gemeinsamer Projektkonfigurator und eine strukturierte Gebäudedokumentation sorgen dafür, dass Projekte durchgängig nachvollziehbar und professionell organisiert sind. Diese Basis wächst mit den Anforderungen der Genossinnen und Genossen.
Die ARKO stellt für die Büros digitale Projektumräume (Common Data Environments) bereit, in denen Planungsbüros Daten sicher organisieren und freigeben können. Zugriffsrechte sind so angelegt, dass nur von den Genossenschaftsmitgliedern selbst ausgewählte Behörden, Bauherrinnen und Projektpartner die jeweils relevanten Informationen erhalten. Versionierungen und Protokolle sorgen dafür, dass jede Änderung nachvollziehbar bleibt. Perspektivisch können zudem digitale Bauantragsprozesse über definierte Schnittstellen angebunden werden. So entsteht ein kontrollierter, transparenter und effizienter Austausch, der Abstimmungen vereinfacht und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten deutlich verbessert.
Die ARKO baut auf Basis realer Projektdaten Auswertungsmodelle auf, die Planenden früh Sicherheit geben. Dazu gehören KI gestützte Referenzmodelle, belastbare Kennwerte und Bauteilbibliotheken, die aus den Daten der Genossinnen und Genossen entstehen. Diese Informationen unterstützen fundierte Entscheidungen bereits zu Projektbeginn und helfen, Kosten, Materialien und Nachhaltigkeitsziele besser einzuschätzen.
Die ARKO stärkt die Vernetzung innerhalb des Berufsstands. Büroprofile erleichtern die Sichtbarkeit, Partnersuchen fördern Kooperationen und der gemeinsame digitale Raum unterstützt Teams dabei, sich zu Projekten, Fragen und digitalen Themen auszutauschen. So entsteht eine communitygestützte Unterstützung, die Wissen sichert und Zusammenarbeit erleichtert.
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