Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Recht

EnEV und EEWärmeG

Mit dem Inkrafttreten des neuen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) sowie der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt es seit 2009 zwei ordnungsrechtliche Instrumente, die beide bei der Planung neuer Gebäude zu beachten sind und hinsichtlich energetischer Anforderungen Hand in Hand gehen. Eine getrennte Planung und Nachweisführung wird in der Regel nicht möglich sein. Sowohl die EnEV als auch das EEWärmeG gehören zum öffentlichen Baurecht, das vom Planer im Baugenehmigungsverfahren zu berücksichtigen ist.  

Das bedeutet, dass der Nachweisberechtigte für Wärmeschutz nach § 59 der Hessischen Bauordnung im Zusammenhang mit der Aufstellung des Energieausweises die Anforderungen nach EEWärmeG abzuarbeiten hat. Das Nachweisverfahren gemäß EEWärmeG, also der Nachweis, dass die Anlage in entsprechender Weise ausgelegt ist, ist in den Energieausweis integriert. Dazu sind die entsprechenden Spalten auf dem der EnEV als Anlage 6 beigefügten „Energieausweis für Wohngebäude“ zum Endenergiebedarf bzw. zum Alternativnachweis von Ersatzmaßnahmen auszufüllen. Fehlen diese Angaben, ist der Energieausweis gemäß § 59 HBO unvollständig.

Die Nachweisberechtigten für Wärmeschutz arbeiten in ihrem bautechnischen Nachweis somit die Vorgaben des EEWärmeG ab. Honorartechnisch ist ein damit verbundener Mehraufwand zusätzlich zu vergüten.
EEWärmeG

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