Architekten- und Stadtplankammer Hessen

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Handkommentar zur VOB

Die am 16.04.2016 in Kraft getretene VOB-Novelle schlägt sich in diesem Kommentar nieder. Der Schwerpunkt der Überarbeitung der VOB liegt im Abschnitt 2 der VOB/A. Die Vorgaben des europäischen Rechts wurden dort umgesetzt, die nicht bereits auf gesetzlicher Ebene im 4. Teil des GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) oder in übergreifend geltenden Regelungen der VgV (Vergabeordnung) geregelt werden.

Das Vergaberecht ist im Wandel begriffen. So interessant und reizvoll diese Materie für den Anwender nicht zuletzt aufgrund ihrer Dynamik ist, so leidvoll trifft es die Kommentatoren, die sich mit ihrem die Vergaberechtsreform 2016 umsetzenden, im Jahr 2018 erschienenen Werk, bereits Anfang 2019 der Kritik des partiellen inhaltlichen Überholtseins konfrontiert sehen. Die überarbeitete Fassung der VOB/A, bekannt gemacht am 31. Januar 2019, ist hinsichtlich ihres Abschnitts 1 am 1. März 2019 in Kraft getreten. Das Inkrafttreten der lediglich überwiegend redaktionell überarbeiteten Abschnitte 2 und 3, kann erst mit Anpassung der statischen Verweise in § 2 VgV und § 2 VSVgV erfolgen.

Die wesentlichen Änderungen in Abschnitt 1 der VOB/A geregelt in den §§ 3a Abs. 1, 2, 3 und 4; 3b Abs. 2; 6a Abs. 5; 6b; 8 Abs. 2 Nr. 4; 12 Abs. 1 Nr. 2 lit. K) und r); 13 Abs. 3; 16 Abs. 1 Nr. 7 und 9; 16a; 16d; 20 Abs. 4 und 24 VOB/A, welche den Wegfall des Vorrangs der Öffentlichen Ausschreibung, die Anhebung der Wertgrenzen für Freihändige Vergabe und Beschränkte Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb, die Einführung eines Direktauftrags bis zu einer Wertgrenze von 3.000 € ohne Umsatzsteuer, die Flexibilisierung der Eignungsprüfung, die Möglichkeit der Abgabe mehrerer Hauptangebote, die Verpflichtung des Auftraggebers zur Angabe der Zuschlagskriterien, die Neugestaltung der Regelungen zur Nachforderung von Unterlagen sowie die Neuregelung zur Vergabe im Ausland kodifizieren, haben damit im vorliegenden Kommentar keinen Niederschlag gefunden.

Die Kommentierung zur VOB/B berücksichtigt u.a. das zum 1.1.2018 in Kraft getretene neue Bauvertragsrecht bei der  Kommentierung und besticht wie auch in den Vorgängerauflagen durch Praxisnähe, die den Kommentar für Vergabepraktiker zu einem zuverlässigen Begleiter im beruflichen Alltag machen. Die Vorbemerkungen zu VOB/A und VOB/B geben auch Neulingen auf diesem Gebiet einen guten Überblick über das Vergaberecht. Daher stellt das Werk eine lohnende Anschaffung für alle im Kontext Vergaberecht tätigen Praktiker der unterschiedlichen Fachdisziplinen dar.

Kurzinfo

Heiermann / Riedl / Rusam
Handkommentar zur VOB
VOB Teile A und B, VSVgV, Rechtsschutz im Vergabeverfahren

14. vollst. überarb. u. erw. Aufl. 2018. Buch XXVIII, 2.621 S., 16,8 x 24 cm, Hardcover
ISBN 978-3-658-17696-9

149,00 €

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