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Basiswissen: Bauleitung

Kennziffer: 220-B26

Termine

Donnerstag, 29.10.2020, 10:00 - 17:30 Uhr
Freitag, 30.10.2020, 10:00 - 17:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V. , Wiesbaden

Referent*innen

Stefan Musil, Dipl.-Ing., Freier Architekt BDA, Höhr-Grenzhausen

16
Fort­bildungs­punkte

Seminarbeschreibung

TEIL 1:

Als „unproportional hoch" werden die haftungsrechtlichen Risiken von allen Fachanwälten und Versicherungen angesehen, die der objektüberwachende Planer einzugehen gezwungen ist.

Sie wurden bisher auch nicht durch die Rechtsprechung ins rechte Maß gerückt, ganz im Gegenteil. Der Planer ist auch dort meistens der, den als Letzten die Hunde beißen. Welche Risi­ken man als objektüberwachender Planer trotzdem minimieren kann, ist unter anderem Thema im o.g. Seminar.

Der objektüberwachende Planer setzt eine Planung in die Realität um und muss hierbei sicherstellen, dass die nach Plan arbeitenden Unternehmer das Objekt plangerecht, das heißt: fehlerfrei umsetzen. Selbst für nicht erkannte Planungsfehler haftet er!

Die Grundlagen, um erfolgreich durch die Leis­tungsphase 8 der HOAI zu kommen, werden ausführlich erörtert, insbesondere:

Bauüberwachung im Sinne der HOAI
VOB als Grundlage für die Bauleitung
BGB als Grundlage für die Bauleitung
Die Bauleitung in der Praxis wird im üblichen Ablauf von der Kontrolle der vorgegebenen Planung, der Ausschreibungen und der zwischen Bauherr und ausführender Firma geschlossenen Bauverträgen über die notwendige Vor­be­reitung der Bauleitung bis hin zur Tätigkeit vor Ort von der ersten Baubesprechung, über die Ausführungskontrolle hinsichtlich Qualität, Bauverfahren, Achtung auf sicherheitstechnische Vorschriften und Einhaltung vereinbarter Termine und der Kosten bis hin zur Abnahme und Mängelbeseitigung besprochen.

Dabei müssen die Regelungen der VOB ebenso wie die des BGB beherrscht werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Regelungen zu Verzug, Vertragsstrafe, Behinderungsanzeige sowie die Abnahme mit Verjährung und dem hervorgetretenem Mangel und die Mangelbeseitigung gelegt.

Zur Bauleitung gehört natürlich auch das ganze Kostenmanagement und Rechnungswesen mit Stundenlohnarbeiten, Nachträgen, Massenmehrung bzw. -minderungen, entfallenen Positionen bis hin zur Schlussrechnung und der Kostenfeststellung. Die Tätigkeit des Bauleiters muss dieser nachvollziehbar dokumentieren! Das geht über das Führen eines Bautagebuchs weit hinaus.

In dem Seminar wird die praktische Bauleitertätigkeit beschrieben und Hinweise auf die täglichen Anforderungen und Probleme auf einer Baustelle gegeben, so dass die Seminarteilnehmer auf eine effektive und erfolgreiche Bauleitung vorbereitet werden.

TEIL 2:

Aufbauend auf dem Seminar „Basiswissen: Bauleitung - Teil 1" beschäftigt sich das Aufbauseminar „Basiswissen: Bauleitung - Teil 2" mit dem Ablauf der Baustelle aus Sicht des Bauleiters.

Als Aufbau für das Seminar dient der chronologische Ablauf der Baustelle. Beginnend bei Feststellung von Grenzpunkten und Einmessung des Gebäudes über das gesamte Leis­tungsbild der HOAI (§ 33) unter Beachtung der VOB, Teil B und des BGB-Werkvertragsrechts bis hin zur mangelfreien Abnahme der Leis­tung der ausführenden Firmen und Abnahme der Leis­tung des Bauleiters und damit die des Architekten allgemein durch den Bauherrn. Dabei helfen zahlreiche rechtssichere Musterbriefe an ausführende Firmen und dazugehörige Erläuterungen.

Es werden Tätigkeiten bei der Vertragsgestaltung und der Anmeldung von Bedenken vor der Ausführung, Sicherheitsleistungen, Maßnahmen zum Ausführungsbeginn, Be­hin­der­ungen/Unterbrechungen ebenso behandelt wie die Kündigung des Vertrages bei Leis­tungsstörung, Vergütung und Abschläge mit Nachträgen, Leis­tungen ohne Auftrag, Stundenlohnarbeiten und insbesondere die Abnahme behandelt. Schließlich werden die Schlusszahlungs- und Gewährleistungsregelungen erörtert. Fehler des Bauleiters und daraus resultierende Rechtsstreitigkeiten sollen durch richtiges Handeln während des Bauablaufs vermieden werden.

Diese Veranstaltung ist Teil der Seminarreihe „Basiswissen"
Diese speziellen Seminare, die vorrangig auf Absolventen und Berufs­einsteiger zugeschnitten sind, vermitteln Grundlagenwissen,  das - neben der nachzuweisenden Praxiserfahrung - entsprechend der Voraussetzungen der Hessischen Verordnung über die Berufs­praxis zur Eintragung in ein Berufsverzeichnis der Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen führen soll. Zusätzlich wird das An­ge­bot der Akademie der AKH durch Seminare abgerundet, die dabei unterstützen, persönliche Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Hier finden Sie das Seminar­angebot für Absolventen

Die Fortbildung wird für die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes mit 16 Unter­richts­einheiten (Wohngebäude), 16 Unter­richts­einheiten (Energieberatung im Mittelstand), 16 Unter­richts­einheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.

Teilnahmegebühr

Für Mitglieder der AKH399.00 €
Für Gäste599.00 €
Für Personen mit Ermäßigung160.00 €

Die Anmeldung ist nicht mehr möglich.

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