Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Aktuelles

28.08.2018

Politischer Sommerabend – Ehrenamt trifft Politik

"Ehrenamt trifft Politik" - Unter dieser Überschrift fand gestern im Haus der Architekten ein Politischer Sommerabend statt, bei dem die Wahlprüfsteine der AKH und die zukünftige Ausrichtung der Landespolitik diskutiert wurden.

V.l.n.r.: H. Schaus, T. Schäfer-Gümbel, M. Harting, B. Holz, H. Förster-Heldmann, U. Caspar, J. Lenders

Fotos: AKH/ Christoph Rau


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"In der nächsten Legislaturperiode werden Wohnungsbau und Stadtentwicklung eine enorm wichtige Rolle spielen; unser Berufsstand ist dabei als Ratgeber und Realisierer gefragt", betonte Kammerpräsidentin Brigitte Holz in ihrem Grußwort. "Der Politische Sommerabend ist die Gelegenheit, unmittelbar und authentisch die Anliegen des Berufsstandes zu formulieren und mit den Politikern zu diskutieren," so die Präsidentin weiter.

Zu den zentralen Forderungen der Architekten in Hessen zählen die Schaffung eines Ministeriums für Bauen, Stadtentwicklung und Infrastruktur, in dem die Zuständigkeiten für das Planen und Bauen gebündelt werden, sowie die Schaffung angemessenen Wohnraums – in Stadt und Land. "Hessen ist ein Flächenland, in dem sich Wachstum und Schrumpfung fast gleichzeitig und viel zu häufig ungestaltet vollziehen. Wir plädieren daher für einen Perspektivwechsel, der Stadt und Land weniger als Gegensatz versteht, sondern viel stärker als bislang vernetzt und in Synergie sieht", sagte Holz. Die Qualität von mobilen wie auch digitalen Infrastruktursystemen werde entscheidend die Attraktivität, die Arbeitsplatz- und damit auch die Wohnungsbauentwicklung in Süd-, Mittel- und Nordhessen bestimmen, war sich die Präsidentin sicher.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Ulrich Caspar (CDU) und Hildegard Förster-Heldmann (Bündnis 90 / Die Grünen) von den Regierungsfraktionen sowie Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), Jürgen Lenders (FDP) und Hermann Schaus (Die Linke) als Vertreter der Oppositionsfraktionen wurden die Baupolitik der vergangenen fünf Jahre und die künftige Ausrichtung der Landespolitik kontrovers diskutiert.

Trotz unterschiedlicher Ansichten, in einem Punkt waren sich die Podiumsteilnehmer einig: Es muss gebaut werden und das möglichst schnell, jedoch keinesfalls auf Kosten der Qualität. "Bauen, bauen, bauen" lautete denn auch die Devise. "Die Politik muss Experten wie Architekten und Stadtplaner mit einbinden. Mit Konzeptvergabe, Wettbewerben sowie dem wettbewerblichen Dialog steht ein breiter Instrumentenkasten zur Verfügung, mit dem nachhaltig Qualität geschaffen werden kann", sagte Lenders.

Bei informellen Gesprächen wurden die Diskussionen fortgeführt. Moderiert wurde die Veranstaltung von FAZ-Redakteurin Mechthild Harting.



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