Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Aktuelles

21.02.2018

Große Chancen, attraktive Betätigungsfelder

Gestern fand der 2. Sachverständigen-Talk im Haus der Architekten statt, zu dem die AG Sachverständigenwesen der AKH eingeladen hatte. Das Netzwerktreffen bot Interessierten die Gelegenheit, über die Chancen des Berufsfeldes und den Weg zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu den Experten der unterschiedlichen Bestellungsgebiete zu knüpfen.

Fotos: AKH/Lena Pröhl


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Nach der Begrüßung durch AKH-Geschäftsführerin Gertrudis Peters gab Joachim Exler, Schatzmeister der AKH und ö.b.u.v. Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Sachverständigenwesen. Die Auftragslage sei außerordentlich gut und vor allem wenig konjunkturanfällig. Dennoch kämpfe man mit Nachwuchsproblemen. Umso mehr freute sich Exler, dass die AKH kürzlich mit den anwesenden Walburga Jakob, Sabine Korn und Alexander Gräfe drei neue Sachverständige bestellen konnte. Seit 2003 ist die AKH befugt, Sachverständige für Fragen des Bauwesens, Städtebaus und Berufswesens zu bestellen. Bis dahin war dies den Industrie- und Handelskammern vorbehalten, zu denen intensive Kontakte bestehen, wie Exler betonte. „Im Gegensatz zu den IHKs sind aber bei der AKH nicht nur Verwaltungsfachkräfte und Juristen, sondern auch Experten aus dem Bauwesen in die Verfahren direkt eingebunden. Ein entscheidender Vorteil für unsere Mitglieder.“

Was die Gerichte von ö.b.u.v. Sachverständigen erwarten, dazu gab Dr. Günther Ganster, Richter beim Amtsgericht Darmstadt, Auskunft. Er stellte die besondere Verantwortung der Sachverständigen heraus. Denn in rund 95 Prozent der Fälle würden die Richter dem Gutachten des Sachverständigen folgen. Zudem riet er den Sachverständigen, sich in entsprechende (Berufs-)Verzeichnisse aufnehmen zu lassen und gegebenenfalls auch mal persönlich bei den Richtern vorzustellen. Habe man erst einmal einen Fuß in der Tür, sei die Generierung weiterer Aufträge ein Selbstläufer.

In der anschließenden Diskussion berichteten neben den Impulsgebern Exler und Dr. Ganster auch Reinhard Präger, Andreas Staubauch und Pia Annemarie Döll, Mitglieder der AG Sachverständigenwesen, über ihren Werdegang sowie ihre persönliche Motivation, Sachverständige(r) zu werden. Darüber hinaus wurde die Rolle der Kammer bei der Nachwuchssicherung und -förderung diskutiert. Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte, in einem waren sich die Experten einig: Der Weg zur Bestellung ist steinig; das Aufgabengebiet des Sachverständigen aber abwechslungsreich, die Auftragslage sehr gut.

Der Abend klang bei guten Gesprächen mit den Experten aus, in denen auch individuelle Fragen zu den Bestellungsgebieten geklärt werden konnten.



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