Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Aktuelles

21.03.2018

Brennendes Interesse am 3. Hessischen Brandschutztag

Der 3. Hessische Brandschutztag lockte gestern rund 350 Teilnehmer aus Planung und Verwaltung nach Neu-Isenburg, um sich über aktuelle Themen im Brandschutz zu informieren. Was hat sich bei Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Normen im vorbeugenden Brandschutz verändert? Welche Anforderungen werden an intelligente Brandschutzkonzepte gestellt? Welche Herausforderungen kommen auf Brandschutzplaner zu? Diese und viele weitere Fragen standen im Vordergrund des ausgebuchten Kongresses.

AKH-Präsidentin Holz verabschiedet Herrn Allgeier...

... und Herrn Prof. Ries, die in den Ruhestand gehen. Ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit!


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In ihrer Begrüßung stellte Kammerpräsidentin Brigitte Holz die aktuelle Brisanz der Thematik heraus, auch angesichts der Debatte um bezahlbaren Wohnraum sowie Nachverdichtungstendenzen in Ballungsräumen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Ulrich Dietmann, Geschäftsführer der Krebs + Kiefer Ingenieure GmbH, der einleitend die aktuellen Herausforderungen im vorbeugenden Brandschutz skizzierte. Erich Allgeier, Ministerialrat a.D., referierte sodann über die Neuerungen im Hessischen Brandschutz- und Baurecht. Was sich konkret mit der neuen HBO ändert, wurde „Im Dialog zum Detail – Praktische Hinweise für Architekten“ von Prof. Dr. Dietmann und Oliver Hilla, Vorsitzender des Verbandes der Prüfsachverständigen für Brandschutz in Hessen (vpb), ausführlich erläutert. Ihr Fazit: „Der Teufel steckt im Detail!“

Zum vorbeugenden Brandschutz in Deutschland, Hessen und Frankfurt nach dem Brand in London berichtete der Direktor der Branddirektion Frankfurt, Prof. Reinhard Ries. Er betonte: „Wir sind vorbildlich!“ Ein solcher Hochhausbrand wäre bei uns jedenfalls nicht denkbar. Denn hierzulande gelten für Hochhäuser besondere Regeln, wie feuersichere Treppenhäuser und Fassaden aus nichtbrennbarem Material. Zudem werden die Hochhausfassaden durch die Bauaufsichten überprüft, wie Dr. Till Fischer, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht aus Mannheim, erklärte. In der anschließenden Podiumsdiskussion beantwortete er gemeinsam mit Simone Zapke von der Unteren Bauaufsicht, Prof. Ries und Prof. Dr. Dietmann die zahlreichen Fragen aus dem Publikum.

In ganz andere Gefilde ging es dann mit dem Impulsvortrag der Berliner Designerin Karen Schramke, die verschiedene visuelle Leitsysteme in öffentlichen Gebäuden präsentierte. Wie gute und innovative Architektur unter Berücksichtigung bauordnungsrechtlicher und brandschutztechnischer Aspekte gelingt, zeigten der Frankfurter Architekt Prof. Bernhard Franken und Frank Kramarczyk von Tichelmann & Barillas TSB Ingenieurgesellschaft aus Darmstadt am Beispiel „Rittergasse 9-11a“ in Frankfurt auf. Zum Abschluss erläuterten Dirk Hennings von der BIMwelt und Dr. Peter Vogel von der Innius GMBH Brandschutzkonzepte im Kontext von BIM.

Der 3. Hessische Brandschutztag stand wieder ganz im Zeichen des Austauschs mit Experten. Die Teilnehmer profitierten vom Expertenwissen aus Bauaufsicht, Brandschutzdirektion, Fachverbänden und Planungsbüros. Die Akademie der AKH hat bereits mit den Vorbereitungen für den nächsten Kongress begonnen: Merken Sie sich schon jetzt den 20. März 2019 vor, dann findet der 4. Hessische Brandschutztag am selben Ort statt!

Hier geht’s zu den Vorträgen.



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