Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Aktuelles

03.05.2018

Aller guten Dinge sind drei!

Die dritte und letzte der im Rahmen der Zukunftswerkstatt geplanten Regionalkonferenzen war den ländlichen Räumen Nordhessens gewidmet. Mehr als 70 Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen setzten sich gestern im Rathaus in Kassel mit den Stärken und Schwächen dieser Region und sich daraus ergebenden möglichen Zukunftsszenarien auseinander.

Fotos: AKH / Christoph Rau


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Nach der Begrüßung und thematischen Einführung durch Kammerpräsidentin Brigitte Holz skizzierten zunächst Prof. Undine Giseke, Dr. Carlo Becker und Robert Broesi von den projektbegleitenden Büros bgmr Landschaftsarchitekten (Berlin) und MUST Städtebau (Köln) die Besonderheiten der Region, bevor Thomas Abraham von empirica anhand statistischer Daten zu Bevölkerungsentwicklung, Bautätigkeit und Mietpreisentwicklung in der Stadt Kassel und deren Umland zwei unterschiedliche Zukunftsszenarien vorstellte. Fabian Schäfer (Stadt Kassel: Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz) analysierte zunächst die räumlichen Aspekte der Regiopole Kassel – Naturraum, Geschichtsraum, Handlungsraum, Siedlungsraum, Wirtschaftsraum, Kulturraum, Gravitationsraum –, um sie anschließend in drei Konzepträumen zusammenzuführen. Hieraus leitete er eine eigenständige Identität der Regiopole ab als Grundlage für die Entwicklung von Zukunftsszenarien.

Aus den nachfolgenden, zum Teil recht lebhaften Diskussionen der Teilnehmer an vier Thementischen ergaben sich einige konkrete Handlungsfelder für die weitere Entwicklung der Region: So wurde sehr deutlich, dass Kassel und sein Umland auf einander angewiesen sind und daher eine Weiterentwicklung des ÖPNV viel zu einer besseren Bindung zwischen der Stadt Kassel und ihrem Umland und so zur Stärkung der gesamten Region beitragen kann. Die reizvolle Landschaft und eine weitgehend intakte Natur bieten ebenfalls viel Potenzial für eine bessere touristische Nutzung, von der die ländlichen Räume wirtschaftlich profitieren können.

Die Diskussionsergebnisse wurden abschließend nochmals im Plenum zusammengefasst, doch zahlreiche Teilnehmer der Regionalkonferenz nutzten auch danach noch bei einem Imbiss die Gelegenheit zu weiteren engagierten Diskussionen und Gesprächen.



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