Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Aktuelles

08.03.2019

3. Sachverständigen-Talk: "Der Einsatz lohnt sich!"

Über 11.100 eingetragene Architekten aller Fachrichtungen gibt es in Hessen. Davon sind jedoch nur rund 80 öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige. Die Kammer möchte das Sachverständigenwesen fördern und bietet seit 2017 die Möglichkeit zum Vernetzen beim Sachverständigen-Talk.

Foto: AKH


Klicken zum vergrössern.

Interessierte am Berufsfeld des öffentlich bestellten und vereidigten (ö. b. u. v.) Sachverständigen informierte die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) Ende Februar 2019 beim Sachverständigen-Talk im Haus der Architekten. Zum dritten Mal stellten Mitglieder der Arbeitsgruppe Sachverständigenwesen ihre Expertise potenziellen Nachwuchskräften bei diesem Netzwerktreffen zur Verfügung. Eine Gesprächsrunde mit drei Sachverständigen, die die AKH im vergangenen Jahr bestellt hat, moderierte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Kammer, Gertrudis Peters. "Für die Teilnehmer bot die Diskussion Erfahrungen aus erster Hand und zeigte wie unterschiedlich der Weg zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen aussehen kann", fasste Peters zusammen.

AKH-Schatzmeister Joachim Exler, der selbst von der Kammer ö. b. u. v. Sachverständiger ist, erläuterte in seinem Impulsstatement die aktuellen Entwicklungen des Arbeitsgebiets. Zahlen des Instituts für Sachverständigenwesen (IfS) zeigen, dass Sachverständige immer älter werden. Im Durchschnitt sind sie 59 Jahre. Der Frauen-Anteil beträgt im Schnitt 10 Prozent. Exler machte den Interessierten Mut, sich in diesem Aufgabenfeld zu engagieren. "Es ist ein zukunftsfähiger Bereich. Sie haben die Chance, in Lücken zu stoßen, denn es werden in Zukunft Sachverständige fehlen", erklärte der Pate der AG Sachverständigenwesen.

Die Diskussionsrunde mit Alexander Gräfe, Walburga Maria Jakob und Sabine Korn, alle bestellt für das Fachgebiet der Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, zeigte, dass es nicht den einen Weg zur Bestellung als Sachverständigen gibt. Alle drei empfanden die Ausbildung als anspruchsvoll. Auf die Frage Peters‘ warum sie sich für eine Bestellung entschieden hätten, nannten die Drei eine Reihe von Gründen wie positive Berufsaussichten durch die zusätzliche Qualifikation, die Möglichkeit des selbständigen und unabhängigen Arbeitens oder auch die höhere Anerkennung als ö. b. u. v. Sachverständiger bei Auftraggebern. Hervorgehoben wurde ebenfalls, dass keine Honorardiskussionen mit Auftraggebern geführt werden müssen und die Sachverständigentätigkeit weniger konjunkturanfällig sei.

Die Kammer bietet mit dem Sachverständigen-Talk einen bewährten Rahmen zum Vernetzen von etablierten und neuen Sachverständigen sowie Interessierten. So nutzten die Teilnehmer intensiv die Chance, ihre Fragen erfahrenen Kollegen zu stellen. Der Vorsitzende der AG Sachverständigenwesen, Reinhard Präger, gab den Zuhörern zum Abschluss der Veranstaltung mit auf den Weg, dass nach einer gewissen Anfangszeit bei einer öffentlichen Bestellung keine Akquise-Aktivitäten erforderlich seien. Der Einsatz lohne sich. Dieser Hinweis motiviert möglicherweise den ein oder anderen, den Berufsweg eines Sachverständigen einzuschlagen. Die AKH ist seit 2003 als Bestellungskörperschaft berechtigt, ihre Mitglieder zu bestellen und zu vereidigen. Möglich ist dies für die Fachgebiete Schäden an Gebäuden, Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken, bautechnischer Brandschutz sowie Honorare.

 

Sie haben Interesse am Berufsfeld eines ö. b u. v. Sachverständigen? Für Fragen steht Ihnen Frau Mariola Fizia gern zur Verfügung.

Tel.: 0611 – 1738-99

fizia(at)akh.de



Architektensuche

Finden Sie für Ihr Bauvorhaben
das passende Architekturbüro.
Zur Suche