Architekten- und Stadtplankammer Hessen

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Aktuelle Entwicklungen im Schulbau - Erweiterung und Sanierungen. Best Practice: Gymnasium Oberursel

Planung und Gestaltung, Akademie, Kennziffer: 119-P1
Referenten

Erhard Wolf, Bad Homburg
Volker Räuber, Schulleiter, Oberursel
Jens-Ulrich Frowerk, Oberursel
Tim Denninger, M.Arch., Architekt, Köln
Carl Wetter, Bad Homburg
Kim Leiermann, Dipl.-Ing. (TH), Staatl. anerk. SV für die Prüfung für Brandschutz, Dormagen

Termin Dienstag, 12.02.2019, 09:00 Uhr – 15:30 Uhr
Anmeldung bis: Freitag, 01.02.2019
Zur Anmeldung
Veranstaltungsort Gymnasium Oberursel, Oberursel
Teilnahmegebühr
Für Mitglieder der AKH
175,00 €

Für Gäste
195,00 €

Für Personen mit Ermäßigung
80,00 €
6 Fortbildungspunkte

Schulbau ist in Deutschland ein hochaktuelles Thema. Der Neubau von Schulen wie auch deren Sanierung und Umbau aufgrund neuer Anforderungen. Derzeit wieder wachsende Schülerzahlen erhöhen den Handlungsdruck.
Schulen müssen mehr bieten als nur Lehr- und Lernräume, sie müssen Kindern und Jugendlichen ein guter Lebens- und Entwicklungsraum sein.

Die Veranstaltung findet im Gymnasium Oberursel statt, die Erweiterung des Gymnasiums wurde von v-architekten gmbh, Köln entworfen und gebaut.

Das Gebäude zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten ein Schulbau eröffnen kann. Dies hat auch die Jury des Architekturpreises "Vorbildliche Bauten im Land Hessen 2017" überzeugt, die das Gebäude mit einer Auszeichnung prämiert hat:

Der Erweiterungsbau der vorhandenen Schulbauten arrondiert ein weitläufiges Terrain im Stadtraum und bildet gemeinsam mit den Bestandsobjekten eine Schulinsel im Stadtgefüge. Auffällig ist der überaus üppige neue Schulhof als verbindendes Element zwischen Alt und Neu. Das Thema Innen und Außen wird durch die unterschiedliche Farbigkeit der Fassadenplatten perfekt unterstrichen. Zum Stadtraum schwarz, zum Schulhof in lichtem Grün, werden beide Welten gegen einander gestellt und über verschiedene räumliche Ausprägungen und Durchgänge miteinander verzahnt. Der Schulbau besticht vor allem durch seine Funktionalität und die Anordnung von Sporthalle und Aula.

Erschließungsräume und Klassenzimmer wirken licht und transparent und lassen ein Mehr an Kommunikation und Identifikation erwarten. Die ausgesprochen stabile Materialität des Betonbaukörpers wird durch den bewussten Einsatz von Holzeinbauten und Farbsetzungen sehr gut gebrochen.  Sämtliche Räume werden immer wieder mit dem Schulhof als Mitte und Orientierungspunkt verzahnt, sodass auch bei der Weitläufigkeit der Anlage eine gute Orientierung jederzeit gegeben ist. Der Schulhof selbst bietet mit seinen wenigen Betonelementen ausreichenden Raum zur „Eroberung“ durch die Schüler. In Anbetracht der großen Zahl von Schülern, der komplexen räumlichen Anordnung im heterogenen Stadtumfeld und der Verbindung mit den Bestandsbauten stellt die Erweiterung des Gymnasiums Oberursel einen überzeugenden und vor allem nachhaltigen Beitrag in der hessischen Schullandschaft dar.

Als Best-Practice-Projekt ist das Gebäude in das Konzept des Seminars integriert.
Der nachstehende Artikel ist in db deutsche Bauzeitung, Ausgabe 12/2013 erschienen:

gymnasium-oberursel.de/files/db12_2013_ou300.pdf

Der detaillierte Ablauf des Seminars folgt in Kürze.