Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

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Freiheitsplatz, Hanau

Preisträger

2. Preis Volker Götte Planungsgesellschaft, Frankfurt/Main

€ 16.000

Ralf Habermann
mit Albert Speer und Partner, Frankfurt/Main
Albert Speer
Mitarbeit: J. Silbermann, U. Strauß, M. Denkel, R. Weisert, M. Hartmann, H. Bergmann, V. Götte
Fachberater: Ulrike Brandi, Lichtplanung

3. Preis Adler & Olesch, Mainz

€ 12.000

Michael Adler
mit AV 1 Architekten, Kaiserslautern
Butz dujmovic Schanné Urig
Mitarbeit: Stefan Bittner, Axel Schauf, Ralf Strasser, Frank Gartner
CAD: Martin Reichrath
Künstler: Christoph Mancke

3. Preis Johannes Schwarzkopf, Potsdam

€ 12.000

mit Wolfgang Chmiel, Braunschweig
Mitarbeit: Antonio Catitasoeiro

4. Preis Hanke & Partner, Berlin

€ 8.000

Reinhard Hanke
mit Conradi, Braum & Bockhorst, Berlin
B. Vandreike, Berlin
Mitarbeit: S. Hanke, M. Hanke, Marek Jahnke, Jan Schombara
Verkehrsplanung: Dr. H. Staadt, Potsdam

Ankauf Büro Freiraum, Wiesbaden

€ 3.000

Andrea Rabsilber
mit Planergruppe Hytrek, Thomas, Weyell und Weyell, Flörsheim
Mitarbeit: Thomas Weng, Simon Schneider
Verkehrsplanung: Karin Weber, Darmstadt
Lichtplanung: Jürgen Weber, Frankfurt/Main

Preisgerichtsentscheidung liegt vor
Fachrichtung Hochbau
Landschaftsarchitektur
Wettbewerbsform Begrenzt offener einstufiger städtebaulicher Ideenwettbewerb mit Realisierungsteil
Preisgerichtssitzung 23.01.2004
Ort Hanau
Auslober Magistrat der Stadt Hanau
Betreuung StadtBauPlan, Darmstadt
Preisrichter Angela Bezzenberger, Barbara Ettinger-Brinckmann (Vorsitz), Prof. Christian Kopetzki, Prof. Zvonko Turkali, Reinhold Kulle, Corinna Endreß, Ulrich Müller, Franz Ott, Cornelia Gasche, Elmar Diez, Bert-Rüdiger Förster

Erstplatzierung gesucht
Ideenwettbewerb um den Hanauer Freiheitsplatz hat keinen Sieger

Es ist paradox, und doch leicht zu erklären: Obwohl in Hanau genügend Bürger mit überdurchschnittlich hoher Kaufkraft wohnen, wandern doch viele als Konsumenten ins Umland ab. Das Angebot im Rhein-Main-Gebiet ist einfach zu groß - und die Hanauer Innenstadt nicht eben ein Publikumsmagnet. Das soll sich ändern. Das Ziel: ein Identifikationsort zwischen Alt- und Neustadt. Mit einem städtebaulichen Ideenwettbewerb soll der Freiheitsplatz sowohl konsum- als auch freizeitgerecht umgestaltet werden. Er soll den Mangel an öffentlichen Grün- und Freiflächen in der Innenstadt kompensieren helfen, zugleich aber wird der Platz ein wichtiger Verkehrsknoten für den ÖPNV bleiben.

Eine komplexe Aufgabe, bei der die Preisrichter zwar gute Arbeiten bewerteten, aber keinen ersten Platz ausmachen konnten: Kein Entwurf genügte den Anforderungen in allen Punkten. Auf dem zweiten Platz landete der Vorschlag des Frankfurter Landschaftsarchitekten Volker Götte in Zusammenarbeit mit dem Architekten Albert Speer aus Frankfurt. Den dritten Platz teilten sich die Mainzer Landschaftsarchitekten Adler & Olesch in Zusammenarbeit mit den AV 1 Architekten aus Kaiserslautern gemeinsam mit dem Potsdamer Landschaftsarchitekten Johannes Schwarzkopf und dem Architekten Wolfgang Chmiel aus Braunschweig.

Der Entwurf von Götte sieht eine neue Platzkante an der Nordseite vor. Die Konzentration der Neubauten wirkt auf diesen Bereich beruhigend. Ein langgestreckter Baukörper dient als Raumbegrenzung des Busbahnhofes. Die Verbindung von Alt- und Neustadt wird durch Durchlässigkeit der Solitärbauten hergestellt. Besonders lobte die Jury die geschickt angeordnete Esplanade, die eine hohe Aufenthaltsqualität verspricht und einen historischen Bezug herstellt. Das Nutzungsprogramm ist in diesem Vorschlag erfüllt, der Busbahnhof gut durchdacht, die Freiräume sind mit Bäumen verknüpft. Nachgebessert werden müssten bei einer Beauftragung aber aus Sicht der Preisrichter die Anzahl, Position und Höhe der Solitäre. Ebenso das schräg gestellte Bauteil an der nordöstlichen Ecke des langgestreckten Baukörpers. Und vor allem sollte die Sichtachse zwischen Altstadt und Freiheitsplatz nicht durch Baukörper verstellt werden.