Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

Investorenwettbewerb "Marienküppel Petersberg"

Preisträger

1. Preis Schultze + Schulze, Kassel

€ 25.000

Hans-Uwe Schultze, Prof. Wolfgang Schulze
mit d+b Bau GmbH, Neu-Isenburg
Mitarbeit: Mathias Bax, H.-J. Geissen

2. Preis k2s plus t architekturbüro, Petersberg

€ 17.000

Wilhelm Chr. Koch
mit Bickhardt-bug GmbH, Petersberg
Mitarbeit: Carsten Trojan, Stephan Koch
Fachberater: Matthias Wahler, Landschaftsarchitektur

Preisgerichtsentscheidung liegt vor
Fachrichtung Hochbau
Wettbewerbsform Einstufiger, einphasiger anonymer Investorenwettbewerb als Einladungswettbewerb mit 9 teilnehmenden Arbeitsgemeinschaften bestehend jeweils aus Architekt und Investor mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren
Preisgerichtssitzung 23.01.2004
Ort Petersberg
Auslober Gemeindevorstand Petersberg
Betreuung Büro Herget und Wienröder, Eichenzell
Preisrichter Prof. Jürgen Bredow (Vorsitz), Angela Bezzenberger, Lothar Greulich, Prof. Walter Stamm-Teske, Karl-Josef Schwidessen, Ulrich Frei, Reinhard Jehn

Geschickte Hand
Die Gemeinde Petersberg erhält ein individuell-kollektives Wohngebiet

Die unmittelbare Nähe zu Fulda macht in Petersberg den Wohnraum knapp - und begehrt. Mit dem so genannten Marienküppel im Nordosten am Fuße des Naherholungsgebietes Rauschenberg, hat die stetig wachsende Gemeinde jetzt eines ihrer attraktivsten Areale als Neubaugebiet zur Verfügung gestellt. Das Abwägen von Besiedlungsdichte und Wohnqualität, die Sichtbeziehungen ins Tal, Besonnung und das Erscheinungsbild der Siedlung standen unter anderem für das Preisgericht beim einstufigen Investorenwettbewerb im Mittelpunkt, als es darum ging, die Konzepte für unterschiedliche Typologien von der Single- bis zur Familienwohnung, vom Home-Office bis zum Seniorenwohnen für bis zu 40 Wohneinheiten zu bewerten.

Einstimmig votierten die Preisrichter für den Vorschlag des Kasseler Büros Schultze + Schulze mit der d+b Bau GmbH aus Neu-Isenburg. Auf den zweiten Rang kam das Petersberger Architekturbüro k2s plus t (Investor: Bickhardt-bug GmbH, Petersberg). Beim Siegermodell schaffen die großzügigen, zusammenhängenden, nicht parzellierten Freiräume kollektive Bezüge, innerhalb derer wiederum durch Dachterrassen und Höfe intimere, individuelle Freiräume entstehen. Durch die versetzten Häuser entsteht eine große Offenheit, Gebäude und Landschaft werten sich gegenseitig auf. Die starke Dachbegrünung schafft einen grünen Sichthorizont als Schnittstelle zwischen Siedlung und Natur.

Vom Spielgarten bis hin zu elegant integrierten Stellplätzen - das Preisgericht sah die Vorstellungen und Wünsche, die Menschen mit einem Wohngebiet in dieser Lage verknüpfen, bestens erfüllt. Auch wenn intensiv diskutiert wurde, ob eine höhere Dichte nicht möglich oder nötig sei, gelobt wurde die „geschickte Hand“ der Architekten was die Ausgewogenheit von Haus- und Freiraumangebot angeht. Da sich der Entwurf jetzt schon durch eine hohe Grundriss- und Nutzungsflexibilität auszeichnet, wird sich, falls weiterer Bedarf besteht, sicherlich auch hier eine Lösung finden.