Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

Europäische Zentralbank, Frankfurt/Main

Preisträger

1. Preis COOP HIMMELB(L)AU, Wien/Österreich

€ 100.000

Univ. Prof. Dr. Hc. Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky, Frank Stepper
Mitarbeit: Hartmut Hank, Tom Wiscombe, Wolfgang Fiel, Martin Konrad, L. Kulnig, M. Lyzyczka,
A. C. Malterre-Barthes, S. Meier, R. Paszenda, T. Rolek
mit Bollinger + Grohmann GmbH, Frankfurt/Vienna
Prof. Klaus Bollinger, Arne Künstler
und Arup, Berlin
Brian Cody

2. Preis ASP Schweger Assoziierte, Berlin

€ 70.000

Peter P. Schweger
mit Prof. Gustav Lange, Hamburg
und Schüßler-Plan, Berlin
Dr. Wolfram Haumer
und IC-Ingenieur Consult, Frankfurt/Main
Hr. Lupprian

3. Preis 54f architekten, Darmstadt / T.R. Hamzah&Yeang, Selangor (Malaysia)

€ 50.000

Prof. Johann Eisele, Manocheheir Seyed Mortazavi,
Claus Staniek, Bettina Wirth
Mitarbeit: Günseli Güler, Tilmann Sick, Can Bulga
Petra Langer, Tanja Wiebel
mit Weischede, Herrmann und Partner GmbH, Stuttgart
und Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Wettbewerbsform Einstufiger, zweiphasiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren und weltweiter Zulassung. In der ersten Phase wurden 80, darunter 10 junge Büros ausgewählt. Von diesen qualifizierten sich in der zweiten Phase 12 Büros. Zusammensetzung des internationalen Preisgerichts: Lucas Papademos (Vorsitz); Francoise-Hélène Jourda; Liam Barron; Oriol Bohigas; Prof. Kees Christiaanse; Craig Dykers; Sirkka Hämäläinen; Yves Mersch; Hanspeter K. Scheller; Edwin Schwarz/Dirk Zimmermann; Ernst Welteke; Michael Wilford
Preisgerichtssitzung 28.02.2004
Ort Frankfurt/Main
Auslober Europäische Zentralbank
Betreuung ANP-Architektur+Nutzungsplanung, Kassel
Preisrichter -

Ground- und Skyscraper
Der Hauptsitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt

Die Europäische Zentralbank hat das Großmarktareal in Frankfurt als künftiges Hauptquartier auserkoren, ein spektakulärer Wettbewerb hat stattgefunden, und dennoch waren zum Abschluss einige Misstöne zu vernehmen.

Der Gewinnerentwurf von Coop Himmelb(l)au selbst stößt immerhin weitgehend auf Zustimmung. Sollte er Wirklichkeit werden, so ist zwar künftig der Blick vom Fluss auf die Elsässersche Großmarkthalle Vergangenheit, doch Frankfurt erhält mit den - dies allerdings wenig überraschend - Zwillingstürmen einen markanten Bezugspunkt in der Skyline. Die beiden leicht gedrehten, polygonalen Türme ragen über einem parallel zur Großmarkthalle geplanten „Groundscraper“ auf. Die Türme sind durch ein 50 Meter hohes Atrium verbunden, in dem Rampen und Straßen eine Art „vertikale Stadt“ bilden. Die denkmalgeschützte Großmarkthalle wird als Eingangsgebäude integriert - und kommt dabei besser weg, als es viele andere der 80 Mitkonkurrenten in der zweiten Phase des Wettbewerbs vorgeschlagen hatten. Das Gebäude wird rund 2.500 Arbeitsplätze beherbergen.

Auch wenn die Entscheidung, welcher der drei preisgekrönten Entwürfe den Zuschlag enthält (der zweite Preis ging an ASP Schweger Assoziierte, der dritte an die 54f Architekten/T.R. Hamzah & Yeang) noch nicht endgültig feststeht, die EZB ist mit dem erstplatzierten hoch zufrieden, sieht sie doch darin Werte wie Transparenz, Kommunikation, Effizienz und Stabilität widergespiegelt.