Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

Neubau eines Medienzentrums in Alsbach-Hähnlein

Preisträger

1. Preis: Karle-Buxbaum Architekten und Ingenieure, Darmstadt

€ 17.000

P. Karle, R. Buxbaum
Mitarbeit: Sandra Rützel, Matthias Lehmann, Rodolfo Tarulli

2. Preis: Dierks Blume Nasedy Architekten, Darmstadt

€ 9.000

Christian Nasedy, Jörg Blume

3. Preis: hgp Architekten, Frankfurt/Main

€ 6.000

Karl-Georg Geiger, Christian Mohr, Markus Leben
mit Haase Landschaftsarchitekt, Gießen
Mitarbeit: Elke Suden

Ankauf: Wandel Höfer Lorch GmbH, Saarbrücken

€ 4.000

Mitarbeit: Christine Biesel, Georg Penner

Ankauf: Schulze & Partner GbR, Hannover

€ 4.000

Claus-Peter Schulze
Mitarbeit: Gesa Cordes, Henrik Pahlmann

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Wettbewerbsform Beschränkter Realisierungswettbewerb in Form eines Einladungswettbewerbs
Preisgerichtssitzung 14.06.2004
Ort Alsbach-Hähnlein
Auslober Euro-Afrika-Division, CH-Bern
Betreuung Grundstücksverwaltung der STA im NDV GmbH
Preisrichter Prof. Peter Cheret (Vorsitz), Albert Dietz, Thomas Röstel, Wolfgang Klos, Matthias Müller

Hoffnungsvoll
Das Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein

Die "Stimme der Hoffnung" ist eine Institution der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, einer evangelischen Freikirche, die eine ganzheitliche und umweltbewusste Lebensphilosophie verfolgt. Beides sollte auch bei der Bauwerksplanung für das neue Medienzentrum im Rahmen eines Einladungswettbewerbs mit neun Teilnehmern zum Tragen kommen.

In Alsbach-Hähnlein, im Landkreis Darmstadt-Dieburg im neu erschlossenen Gewerbegebiet "In den Achtzehnmorgen" liegend, werden im Medienzentrum mit seinen ca. 30 Mitarbeitern Produktionen für Fernsehen, Radio und Internet gefertigt: von der Herstellung über den Vertrieb bis hin zur Lagerung. Zudem wird es das Internationale Bibelstudien-Institut und eine Blindenhörbücherei beherbergen.
Der Spagat zwischen einem Ort der Kreativität und funktionaler Wirtschaftlichkeit ist dem Darmstädter Büro Karle-Buxbaum gelungen. Auf Platz zwei folgten Dierks Blume Nasedy, ebenfalls Darmstadt, und auf Platz drei hgp Architekten, Frankfurt/Main.

Der Siegerentwurf nutzt das trapezförmige Grundstück geschickt. Durch die Westausrichtung entsteht ein großzügiger Vorbereich: Vorfahrt, Foyer und Großes Studio bilden eine Einheit und sind zugleich das öffentliche Kernstück des Zentrums. Studios und Büros sind klar gegliedert und gruppieren sich u-förmig um den Eingangsbereich. Zwar weist der Siegerentwurf, wie alle anderen eingereichten Arbeiten, Defizite auf, was eine Erweiterbarkeit anbelangt, immerhin existiert eine Erweiterungsoption durch die Verlängerung der beiden Schenkel in Richtung Vorfahrtsbereich.
Zwei wichtige Kritikpunkte der Preisrichter waren, dass das avisierte flächendeckende Glasdach für das Große Studio funktional nicht möglich ist und dass die Aussagen zur Fassadengestaltung "sehr unscharf" sind. Doch das Prinzip Hoffnung muss man deswegen nicht gleich bemühen: Für Nachbesserungen bietet die so einfache wie flexible Konstruktion allemal Spielraum.