Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

Neubau eines Verwaltungsgebäudes auf dem Knell-Gelände für die HEAG

Preisträger

1. Preis: SHP - Architekten, Darmstadt

€ 22.000

Deforth, Gerber, Opitz
Mitarbeit: M. Dahlinger, P. Steiner
Tragwerksplanung: Kleinhofen + Schulenberg, Darmstadt
Energetische Beratung: Brendel-Ingenieure, Frankfurt/Main
Modellbau: Transformer, Darmstadt
Visualisierung: EmptyForm, Darmstadt

2. Preis: Kleinert und Partner, Architekten, Frankfurt/Main

€ 13.000

Mitarbeit: M. Nagler, R. Schneider, M. Gerdes, A. Diehl, M. Furlanello, G. Furlanello

3. Preis: Waechter und Waechter Architekten, Darmstadt

€ 9.000

Mitarbeit: Werner Karl, Annette Beger
Statik: Stöffler Abraham Neujahr, Darmstadt
Gebäudetechnik: Zibell Willner & Partner, Wiesbaden

Preisgerichtsentscheidung liegt vor
Fachrichtung Hochbau
Wettbewerbsform Einstufiger, beschränkter Realisierungswettbewerb in Form eines Einladungswettbewerbes
Preisgerichtssitzung 04.06.2004
Ort Darmstadt
Auslober bauverein AG, Darmstadt
Betreuung Architekturbüro Lothar Greulich, Darmstadt
Preisrichter Hans Georg Brunnert (Vorsitz), Angela Bezzenberger, Albert Dietz, Dr. Harald Kissel, Dieter Wenzel, Dr. Hans-Jürgen Braun, Ernst-Ludwig Erhard, Karl Hermann Klotz, Albert Filbert

Repräsentative Adresse
Das neue Verwaltungszentrum der HEAG Südhessische Energie AG

Viel Verkehr, ein heterogenes städtebauliches Umfeld, unsichere architektonische Entwicklungsperspektiven der näheren Umgebung - trotz schwieriger Rahmenbedingungen wird der nördliche Bereich des "Knell-Geländes", das Areal an der Frankfurter Straße / Carl-Schenck-Ring bald eine hochwertige Adresse am nördlichen Stadteingang Darmstadts werden. Denn dort entsteht im Auftrag der Bauverein AG das neue Verwaltungsgebäude des Energieversorgers HEAG: Es wird Raum für 570 Arbeitsplätze bieten. Später soll es in einem nächsten Schritt um weitere 230 Arbeitsplätze erweiterbar sein.

Den Einladungswettbewerb mit sieben Teilnehmern hat das Darmstädter Büro SHP gewonnen, vor Kleinert und Partner aus Frankfurt/Main sowie Waechter und Waechter, Darmstadt. Sowohl das Siegermodell als auch der zweitplatzierte Entwurf setzen auf eine Kammform, bei der der Rücken zur Frankfurter Straße hin schallschützend wirkt. Bei dem Entwurf von Kleinert mussten die Preisrichter jedoch die hohe räumliche Dichte bemängeln - kaum qualitätvolle Arbeitsplätze, keine optimale Belichtung und durch weitere Nutzung in ihrer Funktion gestörte Höfe schlugen hier negativ zu Buche.

Dagegen ermöglichen die Kämme des Modells von SHP lichtdurchflutete, sehr flexibel gehaltene Büros mit Blick auf einen ausgesprochen großzügig gestalteten Hof (unter dem die Tiefgarage liegt). Besonderen Gefallen fand das Preisgericht an der Idee, das Kammgebäude zu spiegeln. Die Großzügigkeit hat allerdings ihren Preis: Die Erschließung müsste über das angrenzende Privatgrundstück erfolgen. Die beiden markantesten Züge des Gebäudes werden seine lange, sehr lebendig gehaltene Fassade und ein weitläufiges, transparentes Entrée sein. Auch wenn dadurch lange Wege vom Foyer zu den nördlichen Arbeitsräumen die Folge sind, insgesamt ist der Vorschlag ein "Statement für ein modernes Unternehmen", wie die Preisrichter urteilten: die repräsentative Adresse, nach der die HEAG gesucht hat.