Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

Müller-Gutenbrunn-Grundschule, Fürth

Preisträger

1. Preis trapez architektur, Hamburg

€ 22.500

Dieter Landwehr
Mitarbeit: Götz Schünemann, Cornelia Beiss, Lars Holbe, Artison Wangpraseurt, Philippa Dorow

3. Preis C18 Architekten, Stuttgart

€ 9.500

Matthias Baisch
Marcus Kaestle
Michael Roeder

Ankauf 5elf Architekten GbR, Hannover

€ 6.250

René Walkenhorst
Mitarbeit: Alexander Thomass, Phillip Raum, Ingo-Henkel, Alexia Viachou
Fachberater:
Prof. Nagel, Schonhoff und Partner, Landschaftsarchitekten, Hannover
RAUMPLAN Drewes + Speth, Beratende Ingenieure im Bauwesen, Hannover

Ankauf Herrmann + Bosch, Freie Architekten BDA, Stuttgart

€ 6.250

Prof. Dieter Herrmann
Prof. Gerhard Bosch
Mitarbeit: Kai Feseker
Fachberater:
Gasswein, Henkel & Partner, Freie Landschaftsarchitekten, Ostfildern
Thorsten Gasswein

Sonderpreis Ulrich Gräber, Freier Architekt BDA, Darmstadt

€ 17.500

Mitarbeit: D. Bonnkirch, A. Gall
Fachberater:
Beratung H/L/S/E: Platzer Ingenieure, Bad Nauheim
Visualisierung: A. Keller, Dorsten

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Wettbewerbsform Begrenzt offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem qualifiziertem Bewerbungsverfahren
Preisgerichtssitzung 19.01.2005
Ort Fürth
Auslober Kreisausschuss des Kreises Bergstraße
Betreuung Stadt Heppenheim, Abteilung für Gebäudewirtschaft mit StadtBauPlan, Darmstadt
Preisrichter Prof. Rolf Hoechstetter (Vorsitz) Heinz Frassine, Dietmar Opitz, Gottfried Schneider, Gisela Herzog

Weichenstellung
Die Müller-Guttenbrunn-Grundschule in Fürth (Odenwald) wird erweitert

Fürth im Odenwald hat es nicht leicht mit seinen Schulen. Einerseits wurde die erste Schule bereits 1570 gegründet. Und seitdem freuen sich die Fürther auch über hohe Schülerzahlen. Doch andererseits ist die heutige Müller-Guttenbrunn-Grundschule mit ihren durchschnittlich 450 Schülern seit ihrem Bau in den 50er Jahren vor allem eins: nämlich zu klein. Als dann auch noch in den 90er Jahren Kellerräume, die als Klassensäle genutzt werden mussten, durch Überflutung unbrauchbar wurden, bedeutete das für einige Klassen, in die benachbarte Heinrich-Böll-Schule auszuweichen – die wiederum selbst aus allen Nähten platzt. Mit anderen Worten: Eine Erweiterung tut dringend Not, zumal auch eine eigene Schulturnhalle fehlt.

Der Kreisausschuss des Kreises Bergstraße hat das mit der Auslobung eines Realisierungswettbewerbs auf den Weg gebracht. Gewonnen hat diesen das Hamburger Architekturbüro trapez. Und die machen ihrem Namen mit der leicht geschwungen Form der Anbauten alle Ehre. Ein Sonderpreis ging an Ulrich Gräber aus Darmstadt. Den dritten Platz belegten die Stuttgarter C18 Architekten.

Der Siegerentwurf sieht vor, dass die neuen Klassenräume zum Grünbereich hin angeordnet werden. Mit dem gelungen integrierten Altbau sind sie durch ein Foyer verbunden. Hier entsteht ein differenzierter und belebter Innenbereich, auch was die Flurgestaltung anbelangt. Die mobilen Wände des Foyers wiederum erlauben unterschiedlichste Nutzungsmöglichkeiten. Zudem erfolgt die Anbindung der Sporthalle durch die interne Schulstraße. Das Foyer fällt zwar eher großzügig aus, die gesamte Anlage ist insgesamt aber sehr kompakt konzipiert. Das lässt Freiräume, unter anderem für einen Bolzplatz. Auch mit vielen anderen Details war das Preisgericht zufrieden: So zum Beispiel ist der Wechsel von Holz und Glas bei der Fassade angemessen. Die Fluchttreppen sind gut durchdacht. Die Anbindung der neuen Haustechnik an die bestehende ist sinnvoll. Allein was einen zweiten Fußweg angeht, gibt es naturschutzbehördliche Einwände. Und bei der Barrierefreiheit, die innerhalb der Schulebene überall gegeben ist, sieht es zumindest bei der Sporthallentribüne noch nicht perfekt aus. Ein großer Teil der Fürther hat die Müller-Guttenbrunn-Grundschule durchlaufen. Nun sind auch die Weichen für die kommenden Generationen gestellt.