Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

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Neubau eines Besucherzentrums am Herkules in Kassel

Preisträger

Preisgruppe: Wieland Vajen, Berlin

€ 6.750

Mit: Landschaftsarchitekt Helmut Mextorf, Hessisch Oldendorf

Preisgruppe: Staab Architekten BDA, Berlin

€ 6.750

Volker Staab, Alfred Nieuwenhuizen
Mitarbeit: Diana Saric, Sonja Hehemann, Sebastian Haufe, Alexander Böhme
Mit: Levin Monsigny GmbH, Berlin
Nico Levin

Preisgruppe: Schultze + Schulze

€ 6.750

Architekten und Städtebauarchitekten BDA, Kassel
Prof. Wolfgang Schulze, Hans-Uwe Schultze
Mitarbeit: Mathias Bax, Heinz-Josef Gelssen
Mit: Mann Landschaftsarchitekten, Kassel
Tobias Mann
Mitarbeit: Ilka Raabe, Matthias Kimmel

Preisgruppe: ANP Architektur + Nutzungsplanung, Kassel

€ 6.750

Barbara Ettinger-Brinckmann, Michael Bergholter
Mitarbeit: Dörte Brethauer, Brigitte Kapps, Sonja Kratzenberg, Martin Schmittdiel, Karin Strübing
Fachberater:
Reitz und Pristl, Ingenieurgesellschaft mbH, Kassel
Mit: Wolfgang Schück, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, Kassel
Mitarbeit: Jana Beermann

Ankaufsgruppe: Lichtenberg Architekten, Berlin

€ 1.500

Jan Schombara
Mitarbeit: Christoph Stolzenberg, Joachim Schultz, Björn Götte
Mit: Grünpolis Landschaftsarchitekten, Berlin
Florian Heilbronner
Fachberater:
Jorg Sieweke, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Landschaftsarchitektur
Wettbewerbsform Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für 40 Teilnehmer mit vorgeschaltetem Losverfahren
Preisgerichtssitzung 28.11.2005
Ort Kassel
Auslober Land Hessen, Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Betreuung Hessisches Baumanagement, Regionalniederlassung Nord, Kassel
Preisrichter Prof. Fred Angerer (Vorsitz), Prof. Klaus Humpert, Prof. Fritz Auer, Prof. Gabriele Kiefer, Giselher Hartung, Prof. Johann Eisele, Dr. Klaus Arzberger, Dr. Thomas Ludwig, Dr. Michael Eissenhauer, Erich Creuzer, Norbert Witte

Herkulesaufgabe noch ungelöst
Entscheidung für Kasseler Besucherzentrum vertagt

Einen „Sprung in eine neue Qualität“, kündigte Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, an. Gemeint war die 200 Millionen schwere Neuordnung der Kasseler Museumslandschaft im Allgemeinen sowie die Schaffung eines neuen Besucherzentrums und die Umgestaltung des Umfelds am Herkules im Besonderen. Letzteres gehört zu den acht Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, mit denen das ehrgeizige Projekt startet. Nach dem begrenzt offenen Realisierungswettbewerb für 40 Teilnehmer unter dem Vorsitz von Prof. Fred Angerer ist auch klar, wie es mit dem Herkulesbauwerk als Endpunkt der barocken Achse im Schlosspark Wilhelmshöhe weitergeht. Zumindest teilweise.

Denn auch unter den acht Arbeiten, die den dritten Wertungsrundgang des Wettbewerbs überstanden, fanden die Preisrichter, die nach „eindeutigen, charakteristischen, den Ort sinnvoll ergänzenden Gestaltungselementen“ suchten, nicht den Entwurf, der in allen Belangen überzeugte. Eine Vielzahl guter Ansätze konzedierte das Preisgericht, ein letztlich harmonisches Ganzes konnte sie jedoch nicht ausmachen. Zumal der Entwurf den ganz unterschiedlichen räumlichen Beziehungen des Gebietes gerecht werden, funktional, städtebaulich und verkehrstechnisch ins Gesamtkonzept passen sowie wirtschaftlich sein sollte.

Ergebnis: Keine „normale“ Rangfolge, sondern eine Gruppe mit vier gleichrangigen Preisträgern, die mit überarbeiteten Entwürfen wieder ins Rennen gehen. Zu diesen Büros gehören: Der Berliner Architekt Wieland Vajen gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Helmut Mextorf aus Hessisch Oldendorf, Staab Architekten mit Landschaftsarchitekten Levin Monsigny GmbH (beide Berlin), die Büros Schultze und Schulze mit Mann Landschaftsarchitekten (beide Kassel) sowie ANP Architektur + Nutzungsplanung mit dem Landschaftsarchitekten Wolfgang Schück (ebenfalls beide Kassel).

Auch wenn die Entscheidung noch nicht endgültig gefallen ist – bei den Kasselern dürfte die Vertagung zugunsten des optimalen Entwurfs auf Zustimmung stoßen. Denn das neue Zentrum wird Besucher über den Park, die Wasserspiele und die Museen, aber natürlich vor allem über das Herkulesmonument informieren. Und was den Kasselern ihr baufälliges Wahrzeichen Wert ist, haben sie erst diesen Sommer mustergültig bewiesen – da brachten die Bürger stattliche 500.000 Euro Spendengelder zusammen.