Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

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Neubau der Kronthal-Schule in Kronberg/Taunus

Preisträger

1. Preis: Dörr Ludolf Wimmer Architekten, Berlin

€ 23.100

Joachim Dörr, Axel Ludolf, Josef Wimmer
Fachberater: Garten & Landschaftsplanung Hannelore Kossel, Berlin
RCI Konzepte für Energie und Umwelt, Berlin
Ing.Büro für Tragwerksplanung Aziri-Elahi, Berlin

2. Preis: schneider + schumacher Architekturgesellschaft mbH, Frankfurt/Main

€ 15.400

Till Schneider, Michael Schumacher
Mitarbeit: Christian Bierschbach, Nina Delius, Kai Otto, Michael Schumacher, Stephan Weber
Fachberater: Bollinger + Grohmann, Klaus Bollinger, Frankfurt/Main (Tragwerksplanung)
Heliograph, Kay Friedrichs, Aachen (Gebäudeausrüstung)
Lebensbaum, Ulla Schuch, Frankfurt/Main (Landschaftsplanung)

3. Preis: Architektur . Stadtplanung Prof. Dr. Schneider + Co.GmbH, Berlin

€ 10.500

Prof. Enno Schneider
Mitarbeit: Thomas Sugge, Mirco Rubba

4. Preis: BLFP Prof. Bremmer ? Lorenz ? Frielinghaus, Friedberg

€ 7.000

Michael Frielinghaus
Mitarbeit: Alexandra Weidmann, Stephanie Fitzsching-Just, Ladislav Dolezal, Robert Klings, Sabine Michaelke-Vieler (Modellbau)

Ankauf: Wolfgang Nimptsch, Köln

€ 4.700

Mitarbeit: Philippine v. Thüngen
Fachberater: Jasper Schumacher (Schulhofberatung)

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Landschaftsarchitektur
Wettbewerbsform Begrenzt offener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Preisgerichtssitzung 19.12.2005
Ort Kronberg/Taunus
Auslober Kreisausschuss des Hochtaunuskreises, Bad Homburg v.d.H.
Betreuung BSMF – Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, Frankfurt/Main
Preisrichter Prof. Wolfgang Rang (Vorsitz)Ludwig Fischer, Albert Dietz, Jo Franzke, Verena Trojan, Tilman Ullrich, Kai Willisch, Dr. Friedrich Hug, Uwe Kraft, Edith Kuhn, Wilhelm Kreß, Barbara Salewski

Das Dutzend ist fast voll
Elfter Wettbewerb für eine Schule im Hochtaunuskreis entschieden

Die Kronthal-Grundschule in Kronberg im Taunus wird bis 2008 neu gebaut – und ist damit die elfte Schule, die ihm Rahmen der Schulbauoffensive des Hochtaunuskreises zukunftstauglich gemacht wird. Dazu gehört die Möglichkeit der Ganztagsnutzung, ein Betreuungszentrum, flexible Raumstrukturen für Fachklassen- und Differenzierungsräume und zu guter Letzt: eine lernfördernde Architektur.

Eingelöst hat diese Anforderungen unter den 499 Architekturbüros, die sich am EU-weiten Realisierungswettbewerb (Abwicklung: BSMF) beworben haben, das Berliner Büro Dörr Ludolf Wimmer. Sie schlagen – im Gegensatz zu dem zweitplatzierten Frankfurter Büro Schneider + Schumacher und dem dritten Preisträger Schneider + Co. GmbH, Berlin, die beide eher L-förmig angelegte Grundrisse konzipiert haben – einen länglich-kompakten Baukörper vor: Durch diesen läuft über drei Geschosse eine „Kaskadenhalle“, die die Topographie des Schulgeländes aufgreift, gerahmt durch einen „Winkel der Klassenräume“ einerseits und einen entgegengesetzt liegenden Verwaltungsblock andererseits.

Übersichtlichkeit bedeutet bei diesem Modell alles: Auch innen sind die Räume – zum Beispiel Aula, Speiseraum und Multifunktionsraum – kompakt und zugleich flexibel angelegt und bieten zum Teil eigene, vom Pausenhof unabhängige Freiräume. Letztlich aber werden es die rund 240 Schüler vor allem danken, dass der Bau möglichst viel Freifläche für den Pausenhof erhält. Lob fand auch die Treppenhalle und die über zwei Geschosse führende Bücherei.

Das Preisgericht unter Vorsitz von Professor Wolfgang Rang aus Frankfurt am Main kritisierte jedoch den Vorschlag für den vorgesehenen zweiten Bauabschnitt des rund acht Millionen Euro-Projektes mit einem Gesamtraumprogramm von zirka 2.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche: Denn da ist ein untergeschobener Betreuungsbereich vorgesehen, der sich aus Sicht der Preisrichter wenig integriert und stattdessen der gestalterischen Klarheit Abbruch tut. Und auch die Eltern werden dem wachen Auge der Preisrichter noch eines danken: dass sie ein besonders Augenmerk auf den Eingangsbereich mit Elternvorfahrt bzw. die Tiefgarage gelegt und hier Nachbesserungen angemahnt haben. Gerade wenn eine Schule wie die Kronthalschule in der Stadtmitte liegt, sind optimierte Anfahrtswege pädagogisch (Stichwort: Park-Streit mit dem Hausmeister, der Schulsekretärin oder Mit-Eltern) sehr wertvoll.