Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

Zukunftswerkstatt Eschwege

Preisträger

TEAM 1: Turkali Architekten, mann landschaftsarchitekten, Umweltforschungszentrum Leipzig

TEAM 2: Reith & Werner, Landschaftsarchitektur + Ökologie, Hochschule für Technik Stuttgart

TEAM 3: Baufrösche, Planergruppe Oberhausen Universität Kassel AG Empirische Planungsforsch

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Wettbewerbsform Kooperativer, beschränkter Ideenwettbewerb in Form eines Vereinfachten Verfahrens (nicht anonym)
Preisgerichtssitzung 04.02.2006
Ort Eschwege
Auslober Magistrat der Stadt Eschwege
Betreuung HEGGER HEGGER SCHLEIFF – HHS Planer + Architekten AG, Kassel
Preisrichter Dr. Marta Doehler-Behzadi, Helmut Feußner, Rudolf Raabe, Prof. Gottfried Kiesow, Jürgen Zick

Handlungsempfehlung
der Empfehlungskommission vom 04.02.2006

Neben den Empfehlungen zu einzelnen Aktionsfeldern empfiehlt die Kommission für den weiteren Prozess und den Start in den Stadtumbau folgende Grundsätze aufzunehmen:

Das Thema der demographischen Veränderungen und daraus notwendig werdende Schrumpfung und Umbau ist bei den Bürgern durch intensive Information und Kommunikation zu verankern.

Das erforderliche, integrierte Handlungskonzept ist den umliegenden Kommunen in geeigneter Form zu kommunizieren, um möglichst eine gemeinsame Handlungsplattform herstellen zu können.

Insbesondere Modellprojekte zum Thema des neuen Wohnens in der Altstadt sind wichtig, um verschiedene Lösungen (z.B. als Bauherrengemeinschaft, als GbR, als Genossenschaft auf Zeit oder auf Dauer) aufzuzeigen, dies mit hoher architektonischer Qualität, um die Attraktivität für Interessenten zu erhöhen und die Außenwirkung zu verbessern.

Die Denkmalpflege ist als wichtiger Partner weiterhin in den fortlaufenden Veränderungsprozess einzubinden.

Die von allen Teams geforderte, durchgehende Qualität der Laden- und Gebäudegestaltung ist unnachgiebig anzustreben.

Das Thema der Verstärkung eines unverwechselbaren und klar lesbaren „Bildes der Stadt“ ist weiter zu verfolgen. In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob die Stadt einen Gestaltungsbeirat einricht, der die Qualitätssicherung von Planungs- und Baumaßnahmen übernimmt.

Die von allen Teilnehmern geforderte Auseinandersetzung mit der Verkehrsplanung wird auch von der Empfehlungskommission als wesentlicher Planungsansatz begriffen und sollte nachhaltig in der Planungskultur der Stadt verankert werden.

Bei der Erarbeitung eines (fortschreibungsfähigen) Masterplans für die Weiterentwicklung Eschweges zu einer Stadtumbau-Modellstadt sollen die Empfehlungen der Kommission beachtet werden.