Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

Grünprojekt Viernheim

Preisträger

2. Rang: Christof Luz, Stuttgart

Mitarbeit: Daniel Zimmermann

2. Rang: Hanke.Kappes + Kollegen GmbH, Sulzbach/Ts.

Johannes Cox, Michael Sprey
Mitarbeit: Martin Köth, Annette Killgus

3. Rang: Götte Landschaftsarchitekten GmbH, Frankfurt/Main

3

Stefan Kappes
Mitarbeit: Florian Giuffrida, Jochen Silbermann

4. Rang: Michael Palm, Weinheim

Mitarbeit: Erik Stegemann, St. Schlütter, R. Küppers, J. Rempp

5. Rang: MVV Energiedienstleistungen Regioplan, Mannheim

Dr. Alexander Kuhn
Mitarbeit: Rainer Gehrig, Nicole Richter, Jutta Winel

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Landschaftsarchitektur
Wettbewerbsform Ideenwettbewerb in Form eines kooperativen Einladungswettbewerbs im vereinfachten Verfahren
Preisgerichtssitzung 04.09.2008
Ort Viernheim
Auslober Magistrat der Stadt Viernheim
Betreuung Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung, Viernheim
Preisrichter Rainer Mühlinghaus (Vorsitz), Jörg Michael Haas, Roland Matern, Matthias Baaß, Martin Ringhof

Ringlösung
Grünprojekt für Viernheim nimmt Gestalt an

Viernheim ist eine Stadt, die in vielerlei Hinsicht einen „Dazwischen“-Charakter hat. Sie liegt – benachbart zu Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – gerade noch in Hessen, und sie ist – mit Mannheim quasi im Rücken – industriell geprägt, nicht weit entfernt beginnen aber Bergstraße und Odenwald.

Die Stadt will nun die Attraktivität Viernheims für seine etwa 33.000 Einwohner verbessern. Mit einem Grünprojekt, das nicht kurzfristig auf einen Zielpunkt hinlaufen soll, sondern mit einer mittelfristigen Planung, die sich entwickeln kann. Wichtig ist dabei, vorhandene Strukturen zu erkennen und aufzuwerten.

Das war auch im Wesentlichen die Aufgabe für die fünf Landschaftsarchitekten, die zu einem Ideenwettbewerb eingeladen waren. Sie sollten den freien Landschaftsraum mit der Umgebung verknüpfen, natürlich insbesondere mit der Stadt und dort Schwerpunkte setzen. In ihren Grundkonzepten schlugen alle fünf Wettbewerbsteilnehmer eine Richtung vor: den natürlichen Ring um die Stadt quasi als Freizeitpark zu gestalten, vor allem im westlichen Teil, und die Schaffung von klaren, innerörtlichen Achsen. Auch wenn es keinen ersten Preis gab – an guten Ideen mangelte es nicht. Zum Beispiel bei Christof Luz (2. Rang) aus Stuttgart, der den Südbereich überzeugend in den Grünring integriert, das Sportgebiet West mit einer Fest- und Volkswiese deutlich aufwertet und ein Naturschutzzentrum im ehemaligen Panzerübungsgelände vorschlägt. Der Überlegung, zusätzliche Wasserflächen im Osten zu schaffen, standen die Preisrichter allerdings skeptisch gegenüber. Ideenreich präsentierte sich auch das gleichfalls auf dem 2. Rang platzierte Büro Hanke.Kappes + Kollegen aus Sulzbach/Ts. Es schlug eine „Achse der Landwirtschaft“, eine „Achse der Waldwirtschaft“ und als Auftaktveranstaltung für das Grünprojekt den „Viernheimer Sommer“ vor. Hier monierten die Preisrichter allerdings die vorgeschlagene Umnutzung des Gewerbegebietes Nord und dessen Umsiedlung in die freie Landschaft. Bei Götte Landschaftsarchitekten aus Frankfurt am Main auf dem 3. Rang lobte das Preisgericht schließlich die Segmentierung des Grünrings und die Bezüge, die jeweils nach innen geschaffen wurden.

Der Wettbewerb spiegelt mit der Vielfalt an Ideen, aber keinem klaren Sieger ein wenig die „Dazwischen“-Situation Viernheims, aber die Grundlagen, um aus dem Grünprojekt durch die Ring eine runde und durch Achsenlösungen eine klare Sache zu machen, sind gelegt.