Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Vergabe + Wettbewerbe

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Neubau einer Dreifeld-Sporthalle, Pfungstadt

Preisträger

1. Preis Heinisch.Lembach.Huber Architekten, Stuttgart

€ 18.000

Wallie Heinsich, Marcus Lembach, Marcus Huber
Sachverständige Berater/Fachplaner:
Engelsmann Peters beratende Ingenieure, Stuttgart (Tragwerk)

Kurz + Fischer GmbH, Stuttgart (Bauphysik)

2. Preis P. Karle / R. Buxbaum, Darmstadt

€ 12.000

Peter Karle, Ramona Buxbaum
Mitarbeit: Philipp Riemschneider, Sandra Rützel, Eva Seifert, Nadine Ressel
Sachverständige Berater/Fachplaner:

Michael Palm, Weinheim (Landschaftsarchitekt)

3. Preis voigt und herzig architekten und ingenieure GmbH, Darmstadt

€ 8.000

Prof. Eberhard Voigt
Mitarbeit: Melanie Geiss-Velentanlic, Filemon Kalisch
Sachverständige Berater/Fachplaner:
Prof. Matthias Pfeifer, Darmstadt (Tragwerk)
ee-concept, Darmstadt (Energieberatung)
Jörg Waldinger, Darmstadt (Modell

4. Preis löhle neubauer architekten, Augsburg

€ 6.000

Rainer Löhle, Regine Neubauer
Mitarbeit: Christian Moosbichler, Raimund Bollinger
Sachverständige Berater/Fachplaner:
Lohrer Hochrein Landschaftsarchitekten, München
Ursl Hochrein
Prof. Alexander Furche, Hannover (Tragwerk)
lb hausladen, München
Josef Bauer (Energietechnik)

Ankauf Dierks Blume Nasedy Architekten, Darmstadt

€ 4.000

Christian Nasedy, Jörg Blume
Mitarbeit: Tim Rupp, Tanja Häußer

Preisgerichtsentscheidung liegt vor.
Fachrichtung Hochbau
Wettbewerbsform Begrenzt offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem, qualifiziertem Auswahlverfahren
Preisgerichtssitzung 12.03.2008
Ort Pfungstadt
Auslober Landkreis Darmstadt-Dieburg
Betreuung Stadtbauplan, Darmstadt
Preisrichter Prof. Hellmut Raff (Vorsitz), Ulrich Kuhlendahl, Jutta Wippermann, Friedemann Roller, Christel Fleischmann, Horst Baier, Stefan Ludwig

Markant mit Metall
Eine Dreifeldsporthalle für die Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt

An der Friedrich-Ebert-Schule (FES) in Pfungstadt packt man die Zukunft an. Als traditionelle Haupt- und Realschule 1952 gegründet, wandelte sie sich bald zur kooperativen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Während man an vielen Schulen noch recht halbherzig an Ganztagsangeboten laboriert, gibt es hier seit 2003 ein Ganztagszentrum. Und seit 2007 hat die FES, mit rund 1.400 Schülern die größte Pfungstädter Schule, als erste hessische Schule das (bayerische) Modell „sozialwirksame Schule“ eingeführt.

Jetzt bekommt die Schule auch noch ein überaus modernes Aussehen. Zumindest was die neue Sporthalle anbelangt. Denn das Siegermodell beim Realisierungswettbewerb für eine Dreifeldhalle aus der Feder des Stuttgarter Büros Heinisch. Lembach. Huber wartet mit einer durchaus futuristisch anmutenden Stahl- und Glaskonstruktion auf, gekrönt von einem markanten Metalldach.

Damit konnten sich die Stuttgarter unter insgesamt 29 Arbeiten durchsetzen. Zweiter wurden Karle / Buxbaum Architekten und Ingenieure aus Darmstadt. Sie setzen auf die Bandwirkung ihres Gebäudes, das eine relativ einfache und klare Haltung auszeichnet. Dritter wurden voigt und herzig architekten und ingenieure gmbh, ebenfalls Darmstadt. Sie schlagen ein Verbindungselement über die Mainstraße vor, welche die FES von dem rund 13.300 Quadratmeter großen Wettbewerbsgebiet trennt.

Die Übergangs- bzw. Eingangssituation dies- und jenseits der Mainstraße war ein wichtiges Kriterium beim Wettbewerb. Und hier sammelte der erstplatzierte Entwurf Pluspunkte. Die Orientierung ist eindeutig, die Verbindung mit einem kleinen Vorplatz gelungen, es gibt eine klare Raumfolge vom Schulhof zur Sporthalle, betont durch die beidseitige Fassung mit Baumreihen. Auch sonst hatten die Preisrichter unter Vorsitz von Prof. Hellmut Raff nicht viel an dem klaren konzeptionellen Ansatz zu kritisieren. Die Belichtung durch Glasfassade und Oberlichter ist gut, der Dachüberstand bietet gute Verschattungsmöglichkeiten. Einzig die zentrale Lage der Gymnastikräume und die Transparenz des Eingangsbereichs standen zur Disposition. Zusätzlich empfahl das Preisgericht noch, eine Verlegung der Parkplätze zu prüfen, um den Freibereich westlich der Halle als Grünfläche zu erhalten und den Foyerbereich etwas durch eine Verkleinerung der Technikräume aufzuwerten.

Wie geht es weiter? Wenn die neue Halle steht, wird die alte Sport- und Kulturhalle auf dem Gelände der FES vermehrt für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Und Kultur ist ja etwas, was durchaus auch zukunftsfähig ist.