Vergabe + Wettbewerbe
PPP - Public Private Partnership
Seit Jahren leidet die Bauwirtschaft unter der finanziellen Schwäche des öffentlichen Auftraggebers. Die öffentliche Hand - Bund, Länder und Gemeinden - kann die eigenen Bauten nicht mehr unterhalten und erst recht keine neuen finanzieren. Die Lösung wird in der Einschaltung privater Investoren gesehen. Durch sie kann der Staat trotz leerer Kassen seinen Verpflichtungen zum Neubau und vor allem dem Unterhalt der vorhandenen Bausubstanz nachkommen. Aus dieser Konstellation, einer Public Private Partnership (PPP), können sich sowohl für die Bauwirtschaft als auch für Architekten neue Geschäftsfelder entwickeln.
Die Architektenschaft ist sowohl bereit, als auch in der Lage, an PPP-Projekten mitzuarbeiten. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, sich über die möglichen Rollen von Architekten in PPP-Verfahren im Klaren zu sein.
Potenziale der Architekten
Tätigkeitspotenziale ergeben sich sowohl für den Architekten als Auftragnehmer des öffentlichen Partners (Nutzer) als auch als Auftragnehmer des privaten Partners (Bauherr).
Für den öffentlichen Auftraggeber prüft der Architekt im Vorfeld, ob ein PPP-Verfahren grundsätzlich sinnvoll ist und wirkt bei der Vorbereitung mit. Er erarbeitet die Grundlagen der Ausschreibung nach den mit der öffentlichen Hand gemeinsam erarbeiteten Vorgaben.
Bei der Beauftragung durch den privaten Partner erbringt er seine Planungsleistungen im Spannungsfeld der Ausschreibungsvorgaben, ergänzt durch die speziellen Vorgaben des Investors.
Ganzheitliche Betrachtung des Bauens
Eine konsequente Einbeziehung des Lebenszyklusgedankens in das Bauen erfordert ein grundsätzliches Umdenken aller am Bau Beteiligten. Aufgrund der ganzheitlichen Betrachtung bei PPP-Projekten ist die Architektenplanung von vornherein auf eine umfassende, wirtschaftliche und ökologisch effiziente Lösung ausgerichtet. Dies geschieht in enger Kooperation mit allen am Projekt Beteiligten. Denn nur was von vornherein sauber geplant ist, kann wirtschaftlich ausgeführt werden.
PPP - Stufenverfahren
Hier finden Sie den PPP-Vorschlag der AKH für ein Stufenverfahren.
PPP-Vortrag
Hier können Sie den PPP-Vortrag von Peter Bitsch, Dipl.-Ing. Architekt, Vizepräsident der AKH vom 9. November 2005 herunterladen.
Forschungsbericht "Architekturqualität für ÖPP"
Bundesbauminister Peter Ramsauer stellte am 11. November 2011 den Forschungsbericht "Architekturqualität für Öffentlich-Private-Partnerschaften (ÖPP)" im Rahmen einer Fachkonferenz vor.
Den Forschungsbericht finden Sie auf den Seiten des BMVBS.
PPP-Handbuch (2010)
PPP besser planen - Qualitätssicherung im Lebenszyklus von Bauwerken
Das im Februar 2010 erschienene Handbuch des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Bundesarchitektenkammer können Sie gegen eine Schutzgebühr von 5,00 € hier bestellen.
PPP-Kompetenzzentrum in Hessen
Das Land Hessen hat das PPP-Kompetenzzentrum im Jahr 2005 als Ansprechpartner für die Kommunen gegründet. Das Kompetenzzentrum berät, erstellt Leitfäden und gibt Beratungs- und Schulungsangebote an interessierte Kommunen, Städte- und Landkreise weiter.
Unsere PPP-Arbeitsgruppe
Für einen begrenzten Zeitraum haben wir in der AKH eine Arbeitsgruppe Thema PPP eingerichtet. Hier wird intensiv gesprüft, welche Rolle Architekten und Ingenieure bei PPP-Vergabemodellen spielen können.
Mitglieder:
- Dipl.-Ing. Harald Clausen (Vorsitz)
- Dipl.-Ing. Ulrich Kuhlendahl
- Dipl.-Ing. Hans Joachim Rausch
- Dipl.-Ing. Peter Bitsch
Von der Geschäftsstelle:
Dipl.-Ing. Gesine Ludwig
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