Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Mitgliedschaft

Fragen zur Rentenhöhe

Wie hoch ist meine spätere Altersrente?
Die Höhe der Altersrente ist abhängig von der Dauer der Mitgliedschaft und von den insgesamt eingezahlten Beiträgen. Beispiel: Bei einem Eintrittsalter von 30 Jahren und bei dauernder Zahlung des Normalbeitrags (Höchstbeitrag Deutsche Rentenversicherung DRV, derzeit je Monat 1.094,50 EUR) ergibt sich mit Vollendung des 67. Lebensjahres eine Altersrente von monatlich 3.967,56 EUR. Weitere Rentenbeispiele finden Sie in den Rententabellen des Versorgungswerks.

Ist meine Rente beim Versorgungswerk sicher?
Alle Krisen – zuletzt der Zusammenbruch des Neuen Marktes im Jahr 2002 und die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 – wurden vom Versorgungswerk erfolgreich bewältigt. Verluste durch den Ausfall von getätigten Investitionen konnten in all den Jahren des Bestehens vermieden werden. Das Versorgungswerk besitzt Dank der gesetzlichen und der durch die von den Gremien festgelegten und der Aufsichtsbehörde bestätigten Regeln eine auf Stabilität und Sicherheit ausgerichtete Struktur, die sich bislang sehr erfolgreich bewährt hat (Aufbau und Sicherheit des Versorgungswerks). Dies und die aus den getätigten Anlagen erzielten Renditen sichern die Renten von heute und morgen.

Wieso kann das Versorgungswerk so hohe Rentenleistungen ermöglichen?
Das Versorgungswerk arbeitet – anders als kommerzielle Versicherungsgesellschaften – ohne Außendienstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter, Werbemaßnahmen und Provisionszahlungen. Dies führt unter anderem dazu, dass der Verwaltungskostensatz weiter unter 1% liegt. Von 100 EUR Betrag werden also weniger als 1 EUR für die Verwaltung benötigt. Bei privaten Versicherungsgesellschaften beträgt der Verwaltungsaufwand 20% oder mehr. Hier entfallen von 100 EUR Beitrag demnach mindestens 20 EUR auf diesen Bereich. Konsequenz aus den minimalen Verwaltungskosten ist, dass die eingezahlten Beiträge im Versorgungswerk fast ohne Kostenabzug der Kapitalanlage zur Verfügung stehen und auf diese Weise eine hohe Rentenleistung ermöglichen.

Ist es sinnvoll, die Leistungen des Versorgungswerks mit einer staatlich geförderten privaten Zusatzversorgung, wie z. B. „Riesterrente“, zu ergänzen?
Mit der staatlich geförderten privaten Zusatzversorgung sollen die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung ergänzt werden, da im Laufe der kommenden Jahre von einem verminderten Rentenniveau auszugehen ist. Aus diesem Grund erhalten auch nur jene Personen eine staatliche Förderung zur privaten Zusatzvorsorge, die der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen. Damit haben selbständig tätige Mitglieder und angestellte Mitglieder, die sich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht zugunsten des Versorgungswerks haben befreien lassen, keinen eigenständigen Anspruch auf Förderung. Im Gesetzgebungsverfahren wurde aber betont, dass die Mitglieder der Versorgungswerke nicht in vergleichbarer Weise wie die Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung von der Absenkung des Rentenniveaus betroffen sind. Bei gleichen Beiträgen sind die Rentenleistungen der Versorgungswerke erheblich höher.

Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich vor Abschluss einer zusätzlichen Anlageform oder Absicherung fundiert und eingehend beraten zu lassen. Prüfen Sie dabei, ob die von Ihnen gewählte Anlageform eine adäquate Lösung darstellt. Bitte achten Sie bei Ihren Abwägungen auch darauf, ob und zu welchen Bedingungen die von Ihnen möglicherweise zusätzliche gewählte Anlageform Leistungen wie Hinterbliebenenversorgungen und Berufsunfähigkeitsrente einschließt.

Wenn Sie ergänzend für Ihr Alter vorsorgen wollen, können Sie auch zusätzliche Beiträge beim Versorgungswerk einzahlen. So bewirkt ein laufender doppelter Beitrag auch eine doppelte Rente. Sowohl im Alter, als auch Berufsunfähigkeit erhalten Sie mehr Geld. Und auch im Falle des Todes ist die Hinterbliebenenversorgungen für die Angehörigen höher. Zudem genießen zusätzliche freiwillige Beiträge an das Versorgungswerk die gleiche steuerliche Förderung wie Beiträge an einen privaten Versicherer.

Werden Kindererziehungszeiten beim Versorgungswerk berücksichtigt?
Nein. Kindererziehungszeiten werden vom Versorgungswerk nicht rentenwirksam angerechnet. Die Zeiten sollten Sie daher bei der Deutschen Rentenversicherung anmelden. Bei der Deutschen Rentenversicherung bestehen bei einer Mindestversicherungszeit von 60 Beitragsmonaten Rentenanwartschaften. Pro Kind werden bei der Deutschen Rentenversicherung derzeit drei Jahre als Erziehungszeit für Kinder, die nach 1991 geboren wurden, berücksichtigt. Für früher geborene Kinder wird jeweils ein Jahr berücksichtigt. Kindererziehungszeiten gelten als Beitragszeiten.

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