Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Mitgliedschaft

Fragen zur Mitgliedschaft im Versorgungswerk

Wie werde ich Mitglied des Versorgungswerks der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen?
Mit der Aufnahme einer Mitgliedschaft bei der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, der Architektenkammer Bremen, der Architektenkammer des Saarlandes, der Architekten-und Stadtplanerkammer Hessen oder Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen werden Sie automatisch auch Mitglied des Versorgungswerks der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.

Kann auch mein Ehepartner Mitglied im Versorgungswerk werden?
Nein. Das Versorgungswerk ist eine Einrichtung ausschließlich für Mitglieder der Architektenkammern Nordrhein-Westfalen Bremen, Saarland und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen sowie der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen.

Wann ist eine Mitgliedschaft im Versorgungswerk ausgeschlossen?
Ausgeschlossen ist die Mitgliedschaft dann, wenn Sie zum Zeitpunkt der Eintragung in die Kammer berufsunfähig sind.

Müssen die für die Anmeldung als Absolvent/in einzureichenden Zeugnisse und Urkunden beglaubigt sein?
Nein. Kopien sind ausreichend.

Kann ich mit einem Bachelor-Abschluss mit drei Studienjahren Mitglied im Versorgungswerk werden?
Absolventen von sechssemestrigen Studiengängen können die Mitgliedschaft im Versorgungswerk nur dann aufnehmen, wenn die für sie zuständige Architektenkammer eine Mitgliedschaft gesetzlich vorgesehen hat. (Dies ist in Hessen bei Erfüllung bestimmter zusätzlicher Anforderungen möglich, soweit die Prüfung in einem der eintragungsfähigen Studiengänge bis zum 31.12.2020 abgeschlossen wird.).

Ich habe gleich nach Abschluss meines Studiums eine Berufstätigkeit aufgenommen. Kann ich bereits jetzt die Mitgliedschaft im Versorgungswerk aufnehmen?
Ja. Sie können sich gleich nach Beendigung des Studiums der Fachrichtung Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Raum-Stadtplanung und bei Aufnahme der berufsspezifischen Tätigkeit bei dem Versorgungswerk der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen melden und die Mitgliedschaft dort aufnehmen. Spätestens mit der Eintragung als selbstständiges Mitglied in die Kammerliste Ihres Berufsstands werden Sie ohnehin vom Versorgungswerk als Pflichtmitglied erfasst. Wenn Sie dann erst den Übergang von einem anderen Versicherungsträger (z.B. Deutsche Rentenversicherung) zum Versorgungswerk vornehmen, ist dies häufig mit Nachteilen verbunden.

Ist es möglich für einen bestimmten Zeitraum auch ohne Kammerzulassung Mitglied im Versorgungswerk zu werden?
Wenn Ihr Studienabschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt, können Sie bereits Mitglied des Versorgungswerks werden. Nach dieser Ausnahmeregelung können Absolventen der entsprechenden Fachrichtungen sofort nach Beendigung des Studiums und bei Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit Mitglied des Versorgungswerks werden. Voraussetzung für die weitere Mitgliedschaft im Versorgungswerk bleibt, dass die Kammermitgliedschaft nach Vorliegen aller Voraussetzungen (unter anderem Nachweis über eine praktische Tätigkeit von zwei Jahren in den wesentlichen Berufsaufgaben) unmittelbar aufgenommen wird. Sollte für Sie die Absolventenregelung nicht mehr greifen, werden sie spätestens mit der Aufnahme der Mitgliedschaft in der Berufskammer automatisch auch Mitglied im Versorgungswerk, sofern zum Zeitpunkt der Eintragung in die Kammerliste keine Berufsunfähigkeit besteht.

Kann ich als Absolvent/in auch ohne Kammermitgliedschaft im Versorgungswerk bleiben?
Nein. Sobald sie alle Voraussetzungen (insbesondere die erforderliche Berufserfahrung und Weiterbildung) zur Eintragung in die Liste ihres Berufsstandes erfüllt haben, müssen sie auch die Kammermitgliedschaft aufnehmen. Die Kammermitgliedschaft ist Voraussetzung für eine weitere Mitgliedschaft im Versorgungswerk.

Was passiert, wenn meine Mitgliedschaft in der Kammer endet?
Mit der Löschung der Mitgliedschaft in ihrer Kammer endet auch die Pflichtversicherung im Versorgungswerk. Sie haben jedoch die Möglichkeit, ihre Mitgliedschaft zum kontinuierlichen Aufbau der Versorgung auf freiwilliger Basis fortzusetzen. Diese freiwillige Fortsetzung ist jederzeit kündbar. Es ist keine Mindestversicherungszeit zu erfüllen. Entscheiden sie sich gegen eine freiwillige Weiterversicherung, bleiben die bereits erworbenen Anwartschaften auf Altersruhegeld, Berufsunfähigkeitsrente und Hinterbliebenenversorgung in satzungsgemäßer Höhe erhalten. Mitglieder, die bei der Kammer in der Tätigkeitsart angestellt eingetragen sind, müssen beachten, dass die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht zugunsten des Versorgungswerks nach Beendigung der Kammermitgliedschaft ihre Gültigkeit verliert und die Monatsbeiträge dann wieder an die gesetzliche Rentenversicherung zu entrichten sind.

Muss ich bei einem Kammerwechsel auch das Versorgungswerk wechseln?
Nein. Der Kammerwechsel ist in der Regel mit einer Pflichtmitgliedschaft in einem anderen Versorgungswerk verbunden. Sie können jedoch die Mitgliedschaft bei dem Versorgungswerk der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zu den gleichen Rechten und Pflichten freiwillig fortführen und sich von der Pflichtmitgliedschaft im anderen Versorgungswerk aufgrund der bei dem Versorgungswerk der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen beibehaltenen Mitgliedschaft befreien lassen.

Meine Mitgliedschaft im Versorgungswerk hat geendet. Verliere ich nun auch meine Rentenanwartschaften?
Nein. Nach Beendigung der Mitgliedschaft im Versorgungswerk besteht aufgrund der geleisteten Versorgungsabgaben eine beitragsfreie Rentenanwartschaft, die spätestens mit Erreichen der Rentenaltersgrenze nach § 10 Abs. 1 der Satzung zum Tragen kommt. Die Höhe einer etwaigen Berufsunfähigkeitsrente errechnet sich dann aus der Summe der erworbenen Steigerung zahlen (§ 11 Abs. 8 der Satzung).

Aufgrund einer berufsfremden Tätigkeit müssen meine Beiträge aus dem Angestelltenverhältnis wieder an die Deutsche Rentenversicherung gezahlt werden. Endet damit auch meine Mitgliedschaft im Versorgungswerk?
Nein. Sofern für eine Tätigkeit keine Befreiung bei der Deutschen Rentenversicherung erreicht oder im Nachhinein die Versicherungspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung wegen einer berufsfremden Tätigkeit festgestellt wird, besteht die Mitgliedschaft im Versorgungswerk aufgrund der Mitgliedschaft in der Berufskammer fort. Die Mitgliedschaft im Versorgungswerk knüpft nämlich an die Eintragung in die Liste ihres Berufsstands an und ist unabhängig von der ausgeübten Tätigkeit. Ob für eine bestimmte Tätigkeit eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung besteht oder erreicht wird, hat damit nur Auswirkungen auf die Höhe der Beiträge an das Versorgungswerk.

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