Architekten- und Stadtplankammer Hessen

HOAI

Die HOAI muss erhalten bleiben

Die EU-Kommission will Honorarordnungen bei Freien Berufen um jeden Preis abschaffen. Sie hat hierzu am 18. Juni 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Europäische Dienstleistungsrichtlinie (Niederlassungsfreiheit) eingeleitet.

Die Novellierungen von 2009 und 2013 haben die HOAI in vollem Umfang den europäischen Verträgen angepasst: Sie ist nur noch für Architekten- und Ingenieurleistungen anzuwenden, die von einer inländischen Niederlassung erbracht werden. Für Leistungen aus EU-Mitgliedsländern sind die Honorare frei verhandelbar.

Die Abschaffung der HOAI dagegen würde zu einem - gerade für kleinere Büros ruinösen - Preiswettbewerb führen und zugleich die Qualität des Bauens in Deutschland schwer beschädigen, denn ohne auskömmliches Honorar ist eine qualitativ hochwertige Planung nicht möglich.

Ein Preiswettbewerb ist nur dort wirtschaftlich sinnvoll, wo der Nachfrager für eine bestimmte Leistung oder Ware die Angebote mehrerer Bewerber vergleichen und preislich gegeneinander abwägen kann. Eine solche Vergleichbarkeit ist bei den individuellen Leistungen der Architekten und Ingenieure jedoch nicht gegeben – insbesondere nicht für die schöpferische, geistige Entwurfsleistung.

Interview mit BAK-Präsidentin

BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann

Im Online-Auftritt des Deutschen Architektenblatts ist ein Interview mit BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann und Professor Ralf Niebergall zum Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen die BRD in Sachen HOAI vom 31. Dezember 2016 zu lesen:
Interview

 

 

EU KOM leitet EuGH-Klage ein wg. HOAI

Presseinformation der EU-Kommission vom 17. November 2016

 

 

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