Architekturbücher
Windenergie & Landschaftsästhetik
Die Windenergie erfährt eine beispiellose gesellschaftliche Zustimmung als ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Erneuerbare Energie. Windenergieanlagen sind in vielen Teilen Deutschlands inzwischen allgegenwärtiger Bestandteil der Landschaft.
Mit der nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima umfassend eingeleiteten Energiewende wird eine erhebliche Zunahme an Zahl und auch an Höhe der Windenergieanlagen einhergehen. So werden auch bislang als Tabugebiete verstandene Landschaften einbezogen, was zu lokalen Verunsicherungen und Konflikten führt.
Es ist höchste Zeit, sich systematisch mit einer Landschaftsästhetik von und mit Windenergieanlagen zu befassen. Dazu ist grundsätzlich die Frage zu stellen, was heute schöne Landschaft ist, aus welchen natürlichen und kulturellen, historischen und zeitgenössischen Elementen, Strukturen und Bedeutungen sie sich bildet und welche Stellung Windenergieanlagen in ihr einnehmen können. Es kommt darauf an, das ‚abstrakte’ ökonomische Gelingen der Windenergie ästhetisch durch ein konkretes, ‚landschaftliches’ Gelingen zu vollenden. Dazu ist es erforderlich, das neue Element mit der bestehenden Landschaft in eine sinnfällige Verbindung zu bringen.
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