Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Architekturbücher

30:70 Architektur als Balanceakt

Nie wurde so viel gebaut wie heute, nie standen der Architektur so viele technische und gestalterische Möglichkeiten zur Verfügung. Und doch herrscht an der zeitgenössischen Architektur häufig ein diffuses Unbehagen, auch und gerade bei Architekturliebhabern.

Die beiden Autoren Sergei Tchoban und Wladimir Sedow spüren den Ursachen für dieses Unbehagen nach und hinterfragen, was die moderne Architektur im Vergleich zu vergangenen Zeiten eingebüßt und was sie gewonnen hat. Auch wenn der Beggriff der "Schönheit" in der Architektur seit den 1920er Jahren umstritten und zuletzt in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, schwingt er beim Lesen dieser Neuerscheinung ständig im Hintergrund mit, wenn z.B. die Rolle von Baudetails und ästhetischen Qualitäten für die Wahrnehmung der Gegenwartsarchitektur bzw. des städtischen Erscheinungsbilds ausgeleuchtet werden.

Beginnend mit einem Streifzug durch 2.500 Jahre Baugeschichte untersuchen die Autoren das Verhältnis von herausragenden Ausnahmebauten und den sie umgebenden Hintergrundbauten. Sie erläutern, wie dieses Verhältnis in der Moderne aus dem Gleichgewicht gekommen ist durch exzeptionelle Solitärbauten auf der Höhe der heutigen technisch-konstruktiven Möglichkeiten, die jedoch in der Regel durch den Verzicht auf konventionellere Gestaltungsmittel in einem gewollten und scharfen Kontrast stehen zu ihrer gebauten Umgebung.

Um eine "kontrastreiche Harmonie" im Stadtbild zu entwickeln, schlagen sie ein Verhältnis von 30:70 ikonischer Bauten zur Hintergrundarchitektur vor für ein befriedigendes, auf neue Weise harmonisches Stadtbild.

 

 

 

Kurzinfo

Sergei Tchoban, Wladimir Sedow
30:70 Architektur als Balanceakt
2017. 160 S., 90 Abb., Softcover
ISBN 978-3-86922-659-0

28,00 €

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