Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Architektur macht Schule

Statitische Angaben zur Wohnungsbelegung der Arbeiterwohnungen

F. Hitze, 1922

 

„In Berlin waren 1900 43 Prozent aller Haushaltungen in einräumigen, 28 Prozent in zweiräumigen Wohnungen untergebracht. Es wurden 1955 Haushaltungen gezählt, die in einem einzigen Raume Eltern, Kinder (unter 15 Jahre) und Schlafleute bis zu 10 Köpfen, in 48 sogar Schlafleute verschiedenen Geschlechts beherbergten. Solche grauenhaften Zustände bestehen aber nicht bloß in Berlin. In Wohnungen mit nur einem Zimmer (mit oder ohne Zubehör) wohnten von je 100 Bewohnern in Barmen 55, Königsberg 54, Rixdorf 54, Magdeburg 46, Posen 45, Görlitz 45, Berlin 44, Halle a. S. 43, Breslau 41. Die Überfüllung dieser einzimmerigen Wohnungen erhellt aus der erschütternden Tatsache, dass von diesen mehr als sechs Personen beherbergten in Königsberg 26 Prozent, Posen 24, Barmen 22, Halle a. S. 20, Hannover 18, Magdeburg 17, Altona 15, Breslau 15, Kiel 14, Rixdorf 14, Charlottenburg 13, Berlin 12, Schöneberg 12."

___________________________________________________________________

F. Hitze: Geburtenrückgang und Sozialreform; in: Ehe und Volksvermehrung 3. Mönchengladbach 1922, S. 27 (zit. nach: P. Brandt: Preußen. Zur Sozialgeschichte eines Staates. Hamburg 1981, S. 520)

Architektensuche

Finden Sie für Ihr Bauvorhaben
das passende Architekturbüro.
Zur Suche