Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Architektur macht Schule

Arbeitsaufgaben

  • Fassen Sie die Argumente zusammen, die zu den „modernen“ aufgelockerten Bebauungsformen führten! Wie sind sie unter dem Aspekt zu bewerten, dass die in geschlossene Baublöcke aufgeteilte Stadt des 19. Jahrhunderts seinerzeit je – wie aus den Dokumenten hervorgeht – ebenfalls hart kritisiert wurde?

  • Schildern Sie die Eindrücke, die die drei Orginaltexte
    - Günter Hartwig, Eisenhüttenkombinat J. W. Stalin (Buch S. 50)
    - Rosemarie Beier (Hg.), Bericht über die Stadtverordneten-
    versammlung am 07.07.1953 (Buch S. 50)
    - Jochen Czerny, Ankunft in Stalinstadt 1956
    vermitteln.

  • Diskutieren Sie:
    Eisenhüttenstadt ist nur ein Beispiel für eine der Städte der ehemaligen DDR, die durch den Wegfall der Industrie besonders getroffen wurde und unter erheblichen Einwohnerschwund zu leiden hat (in Westdeutschland gibt es das ebenfalls in bestimmten Industrieregionen, aber nicht so ausgeprägt). Was können die Prinzipien sein, nach denen man bestimmte Quartiere aufgeben muss, was diejenigen, nach denen erhalten wird?

  • Diskutieren Sie:
    Karlsruhe zum Vergleich: Der Plan der Stadt ist leicht erkennbar als „absolutistisch“. Nach 1945 standen sich zwei unterschiedliche Gesellschaftssysteme gegenüber. Kann man eigentlich das „Sozialistische“ oder das „Kapitalistische“ an den beiden Städten Eisenhüttenstadt und Sennestadt ablesen? Woran?

  • Die Stadterweiterungen der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, gegen die die Stadtplaner des 20. Jahrhunderts emphatisch kämpften, weil sie damals „Slums“ waren, aber auch die Städte und Stadterweiterungen des 20. Jahrhunderts sind mit vielen Problemen behaftet. Welche Merkmale wurden in den Dokumenten zur Stadt in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders kritisiert, welche kann man auch heute noch positiv bewerten?

  • Die Stadt des 19. Jahrhunderts wuchs unglaublich schnell, blieb aber kompakt. Anhand von Diagrammen und Stadtplänen in verschiedenen zeitlichen Abständen kann man das belegen: kurze Wege, knappe Infrastruktur von Straßen, Verkehrsnetzen und unterirdischen Leitungen. Die Wohnungen sind heute im Vergleich zu damals sehr aufgelockert bewohnt, so dass sich daraus keine gesundheitlichen Gefährdungen ergeben.

    Heute kämpfen viele Städte, nicht nur in Ostdeutschland, mit dem Problem sinkender Bevölkerungszahlen und den Folgen für die Stadt. Auf der anderen Seite steht der ungebrochene Trend vieler Familien mit Kindern, an den Stadtrand zu ziehen - mit allen Folgen für die notwendige Infrastruktur und die ökologischen Folgen: Pendler, Bodenversiegelung etc.

    Stellen Sie in Form einer Tabelle die Vor- und Nachteile der Stadtkonzepte zusammen!

  • Kann man die Kritik von Hanns Adrian (Buch S. 51) an den utopischen und sich widersprechenden Wünschen der Bürger und den Anforderungen nachvollziehen, die sie an „ihre“ Stadt stellen? Welche grundlegenden Bedürfnisse muss eine Stadt erfüllen – und widersprechen die sich?

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