Architekten- und Stadtplankammer Hessen

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Ein sparsames Haus kann man planen

Die Heizperiode in Deutschland reicht offiziell vom 1. Oktober bis zum 1. April. Und spätestens im Winter, wenn nachts und nicht selten auch tagsüber Temperaturen unter Null herrschen, die meisten Heizungen auf Hochtouren laufen, denken viele Menschen mit Bangen an ihre kommende Heizkostenabrechnung, zumal die Preise beispielsweise für Öl oder Gas eher steigen als sinken. Wenn Sie Ihr Haus jedoch mit der Unterstützung eines Architekten energieeffizient errichten, können Sie gelassen bleiben. Denn Sie profitieren von dessen sorgfältiger Planung, die einen niedrigen Energieverbrauch und damit geringe Nebenkosten garantiert und zudem erneuerbare Energien mit einbezieht.

Damit Ihr Neubau auch tatsächlich geringe Folgekosten verursacht, stimmt der Architekt bei der Planung die Faktoren, die einen geringen Energieverbrauch sichern, mit Ihren individuellen Gestaltungswünschen ab. Wichtig für sparsames Heizen sind beispielsweise die Ausrichtung des Hauses, von der auch eine mögliche Nutzung von Solarenergie abhängt, ein kompakter Grundriss, gut gedämmte Außenwände, die Lage der Räume, die Größe der Fensteröffnungen sowie die Verwendung von Wärmeschutz-Verglasung. Auch das Innenleben Ihres Hauses wirkt sich auf die Energieeffizienz aus: Massive Böden, Decken und Wände an den richtigen Stellen speichern die einfallende Sonnenwärme und geben sie nachts allmählich an die Räume ab. All diese Punkte bringt der Architekt mit den Ihren Vorstellungen vom Wohnen überein.

Dabei beachtet Ihr Planer die geltenden gesetzlichen Vorschriften. Denn ein Neubau muss strenge energetische Anforderungen erfüllen, beispielsweise die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Außerdem schreibt das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz, auch Wärmegesetz genannt, den teilweisen Einsatz regenerativer Energien für Warmwasser und Heizung vor. Sie als Bauherren sollen statt fossiler Energien beispielsweise Sonnenenergie über Solarkollektoren, Erdwärme über Erdkollektoren oder Biomasse über Holzpelletöfen nutzen. All diese Vorgaben berücksichtigt der Architekt bei seiner Planung.

Sie können Ihre vier Wände jedoch über das gesetzliche Maß hinaus energieeffizient gestalten. Zusammen mit Ihrem Planer loten Sie Ihre Möglichkeiten aus. Dabei beeinflussen die gegebenen Voraussetzungen wie Lage und Ausrichtung des Grundstücks, Vorgaben für die Bebauung, Ihre Gestaltungs- und Wohnwünsche sowie natürlich Ihr Budget das Ergebnis.

 

In der Rubrik Architektensuche finden Sie schnell und unkompliziert hessische Architekten in Ihrer Nähe oder mit dem Tätigkeitsfeld "Energieeinsparende Planung".

Energiesparend bauen lohnt!

Wer besonders energieeffizient baut, profitiert von Förderungen, z. B. durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Diese unterstützt den Bau besonders energiesparender Häuser – sogenannter KfW-Effizienzhäuser – mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen. Sie unterscheidet dabei bei Neubauten zwischen Effizienz­haus 70, 55 oder auch 40, bei energetischen Sanierungen zwischen Effizienzhaus 115, 100, 85, 70 und 55. Dabei gibt die jeweils angehängte Zahl an, wie hoch – im Verhältnis zum nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) geforderten energetischen Mindeststandard eines vergleichbaren Neubaus – der so genannte Jahres-Primärenergiebedarf des Effizienzhauses ist. Ein Effizienzhaus 70 benötigt für Heizung und Warmwasserbereitung also nur 70 Prozent der Primärenergie, die ein Neubau nach dem Mindeststandard der EnEV verbraucht. Und je geringer diese Zahl, desto niedriger fallen für Sie die Darlehenszinsen aus und desto höher ist der Tilgungs­zuschuss.

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