Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Aktuelles

09.11.2017

Internationale Zukunftstrends in der Architektur

Am 7.11.2017 war das Netzwerk Architekturexport NAX zu Gast im Haus der Architekten in Wiesbaden. Auf der Fortbildungsveranstaltung diskutierten Experten und Teilnehmer in zwei Podien über "Internationale Zukunftstrends in der Architektur: Neue Technologien, neue Mobilität, neue Wohnformen".

Fotos: NAX


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Im Raum standen Fragen wie: Welchen neuen Technologien müssen sich Architekten stellen? Wie entwickeln und unterscheiden sich Arbeitswelten international unter diesen Bedingungen? Und wie beeinflussen technologische Trends unsere Mobilität und unsere Wohnformen – jetzt und in Zukunft?

In ihrer Einführung stimmte Isabella Göring, AKH-Geschäftsführerin und Leiterin der Akademie der AKH, die knapp 70 Teilnehmer auf die kommenden Vorträge und komplexen Themen ein, bevor Claudia Sanders, Koordinatorin des Netzwerks Architekturexport NAX, die Initiative und ihre Aktivitäten vorstellte.

Das erste Podium drehte sich dann um das Thema „Auf dem Weg in die Zukunft: Wie wohnen und arbeiten wir morgen?“ Einen Einblick in den modernen Krankenhausbau im In- und Ausland gab Petra Wörner, Geschäftsführende Gesellschafterin bei wörner traxler richter. Das Büro arbeitet seit Jahrzehnten erfolgreich und richtungsweisend im Bereich Gesundheits- und Forschungsbau und setzt dabei auf die Planungsmethode Building Information Modeling, kurz BIM. Während Wolfram Putz, Gründungspartner bei Graft, in seinem Vortrag „New Working: Arbeitswelten 4.0“ die aktuellen Trends des modernen Arbeitens, insbesondere kooperative Arbeitsformen vorstellte, gab der Vortrag von Axel Bienhaus, Geschäftsführender Gesellschafter bei AS+P, einen Überblick über die Herausforderungen der modernen Stadtplanung. Dabei erörterte er Themen wie Living 2040+, City Logistik aber auch (autonome e-)Mobilität und Verkehrsplanung. Ergänzt wurde das Podium durch Beiträge der NAX-Partner JUNG und LANXESS.

Im zweiten Podium „No Turning Back: Digitalisierung und BIM“ wurden die unterschiedlichen Facetten und Auswirkungen von BIM in den Blick genommen. AKH-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Kraushaar verwies auf die Verschiebung der Wertschöpfungskette durch die Verwendung von BIM; Kim Boris Löffler von der Mensch Maschine Deutschland GmbH sowie sein Nachredner Dirk Hennings, Geschäftsführer bei der BIMWelt GmbH, betonten, dass BIM in Deutschland noch in den Kinderschuhen stecke. In den USA, Skandinavien oder Großbritannien hingegen sei BIM bereits etabliert und werde seitens des Gesetzgebers gefordert und gefördert. Das zweite Podium ergänzten Beiträge der NAX-Partner SCHÜCO und GEZE.

Auch in der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass sich die Beteiligten darüber einig waren, dass Deutschland beim Einsatz der Planungsmethode BIM hinterher hinke. Dies könne nicht so bleiben, wenn Deutschland weiterhin dem Ruf qualitätsvoller Architekturleistungen "made in Germany" genügen will. Moderiert wurde die Veranstaltung von AKH-Pressesprecher Christof Bodenbach, der am Abend eine interessante Veranstaltung schließen konnte.

Mit dem Netzwerk Architekturexport NAX unterstützt die Bundesarchitektenkammer seit 2002 deutsche Architekten auf ihrem Weg ins Ausland und wirbt auf der ganzen Welt für die Marke "Architecture Made in Germany". Dabei setzt das Netzwerk vor allem auf den persönlichen Einsatz der Mitglieder, die sich in Politik, Wirtschaft und bei den Medien für Architektur aus Deutschland einsetzen.



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