Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Aktuelles

10.11.2017

BIM-Cluster Hessen e.V. bündelt Interessen der hessischen Planer und Bauwirtschaft

Vertreter der hessischen Bauwirtschaft - Kammern, Verbände und Unternehmen - gründen beim Symposium "BIM BEGINNEN!" den BIM-Cluster-Hessen e. V. zur Etablierung der digitalen Wertschöpfungskette unter Einbeziehung öffentlicher Auftraggeber und Berücksichtigung des Klein- und Mittelstandes.

Am 9. November 2017 fand das 1. BIM Symposium "BIM BEGINNEN" des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen e.V. und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen unter der Schirmherrschaft des Hessischen Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir in Frankfurt statt. Ziel des Symposiums war die Gründung des BIM-Clusters Hessen e.V. zur Förderung der Zusammenarbeit sowie Vernetzung aller Baubeteiligten in der Wertschöpfungskette Planen, Bauen und Betreiben durch effiziente Methoden durchgängiger Informationsverarbeitung.

Der BIM Cluster Hessen e.V. wird zukünftig weitreichende Themen zum Komplex BIM in Arbeitsgruppen intensiv bearbeiten und darüber hinaus Gespräche mit der öffentlichen Hand aufnehmen, um drängende Fragen einvernehmlich abzustimmen. Neben den beiden Hauptgeschäftsführern des Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V., Dr. Burkhard Siebert, und der AKH, Dr. Martin Kraushaar, gehören Götz Heinemann als Vertreter von buildingSMART Deutschland e.V. und Vertreter des Baugewerbes, des Handwerks und des Maschinen- und Anlagenbaus dem Vorstand an. Mit Prof. Joaquin Diaz als Beiratsvorsitzendem ist die fachliche Kompetenz im Bereich Software-Entwicklung sichergestellt.

In Großbritannien und den skandinavischen Ländern ist Building Information Modeling bereits seit Jahren im Einsatz. Mit der Ankündigung eines Stufenplans zur Einführung von BIM im Bereich der Infrastruktur des BMVI (Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur) im Dezember 2015 und darüber hinaus verstärkt durch einen Ministerialerlass des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gewinnt BIM zunehmend an Relevanz für alle am Planungs- und Bauprozess Beteiligten. Modifizierungen der Arbeitsabläufe, Verschiebung von Teilleistungen in frühere Leistungsphasen sowie mehr Fingerspitzengefühl für Controlling- und Qualitätsprüfungsprozesse erfordern einen neuen Umgang mit bestehender Software und auch die Einführung von ganz neuen Programmen und Prozessen.

Dr. Siebert hob auf dem Symposium hervor: "Die BIM-Methodik bietet die Chance zu mehr Qualität, genauerer zeitlicher Planung und damit zu einer erheblichen Effizienzsteigerung. Wir verstehen BIM auch als eine Möglichkeit zu einem Kulturwandel und einem neuen Miteinander auf der Baustelle." Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson wies insbesondere darauf hin, dass BIM hergebrachte Prozesse grundlegend verändere, und sagte: "Deshalb kommt es bei der Einführung besonders darauf an, die Beschäftigten mitzunehmen. Sonst taugt die tollste Technik nichts." Der Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer, Dr. Martin Kraushaar, wies darauf hin, dass ein gemeinsames Verständnis des gebotenen Know-How-Schutzes für den Erfolg von BIM dringend erforderlich ist.

Abschließend lobte Staatssekretär Mathias Samson die Initiative des Bauindustrieverbands, in Hessen ein BIM-Kompetenznetzwerk zu bilden: "BIM soll Erfolgsgeschichte schreiben – und dazu wird ganz sicher auch das in Gründung befindliche BIM-Cluster-Hessen beitragen."

 



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