Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Unsere Fortbildungsangebote

Lüftungskonzepte im Wohnungsbau nach DIN 1946-6

Technik, Aus- und Durchführung, Akademie, Kennziffer: 217-K40
Referenten

Matthias Laidig, Dipl.-Phys., Tübingen

Termin Mittwoch, 06.12.2017, 10:00 Uhr – 17:30 Uhr
Anmeldung bis: Mittwoch, 22.11.2017
Zur Anmeldung
Veranstaltungsort Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Wiesbaden
Teilnahmegebühr
Für Mitglieder der AKH
199,00 €

Für Gäste
299,00 €

Für Personen mit Ermäßigung
149,00 €
8 Fortbildungspunkte

Die energiesparende Bauweise von Wohngebäuden nach der geltenden Energieeinsparverordnung und der DIN 4108-2 bedingt einerseits eine luftdichte Gebäudehülle, fordert aber zugleich auch die Sicherstellung eines Mindestluftwechsels. Mit dem üblichen Lüftungsverhalten der Nutzer allein kann der hygienisch erforderliche Mindestluftwechsel meist nicht mehr sichergestellt werden. Feuchteschäden, Schadstoffanreicherungen aus Baumaterialien und Mobiliar sowie Schimmelbefall können die Folge sein.
Die DIN 1946-6 fordert daher seit Mai 2009 für Sanierungen mit lüftungstechnisch relevanten Änderungen (z.B. Fenstertausch) sowie für Neubauten ein Lüftungskonzept. Mit dem Lüftungskonzept stellt der Planer fest, auf welche Weise die erforderlichen Luftwechsel sichergestellt werden können.

Unterschieden wird dabei, in Abhängigkeit von vier Lüftungsniveaus, in nutzerunabhängige Lüftung und aktive Fensterlüftung durch die Nutzer. Das Seminar geht der Frage nach, welche Konsequenzen die Norm für die Arbeit der Architektinnen und Architekten hat.

Einblicke in die Lüftungsnorm:
• Zusammenhänge von Luftdichtheit und Mindestluftwechsel
• Anwendungsfälle bei Sanierungen
• Regeln für die Belüftung von Wohngebäuden
• Definition der Lüftungsstufen
• Grenzwerte und Berechnungsmethodik für den notwendigen Luftaustausch
• Nachweisverfahren für lüftungstechnische Maßnahmen

Praktische Umsetzung anhand von Beispielen:
• Lüftungskonzept Einfamilienhaus
• Lüftungskonzept Mehrfamilienhaus
• Lüftungskonzept bei Bestandssanierung

Die Veranstaltung wird für die Eintragung bzw. Verlängerung der Energieeffizienz-Expertenliste für
Förderprogramme des Bundes mit 8 UE (Wohngebäude), 2 UE (Energieberatung im Mittelstand),
2 UE (Nichtwohngebäude) angerechnet.