Architekten- und Stadtplankammer Hessen

Unsere Fortbildungsangebote

Gute Gestaltung und energiesparrechtliche Nachweise - ein Widerspruch?

Akademie, Technik, Aus- und Durchführung, Kennziffer: 118-K4
Referenten

Stefan Horschler, Dipl.-Ing., Architekt, Hannover

Termin Freitag, 19.01.2018, 09:30 Uhr – 17:00 Uhr
Anmeldung bis: Freitag, 05.01.2018
Zur Anmeldung
Veranstaltungsort Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Wiesbaden
Teilnahmegebühr
Für Mitglieder der AKH
199,00 €

Für Gäste
299,00 €

Für Personen mit Ermäßigung
149,00 €
8 Fortbildungspunkte
8 NWB Wärmeschutz

Energiesparrechtliche Nachweise haben heute einen Komplexitätsgrad erreicht, der kaum noch beherrschbar ist. Es geht dabei nicht um das Herstellen von Berechnungsergebnissen, sondern um den Einblick in Teilergebnisse, Rechenalgorithmen, und oftmals auch um den Nachvollzug der Rechen- und Nachweisergebnisse im Ganzen. Der Planende (Architekt, Projektleiter) aber auch Bauleiter und Investoren sind mit den Inhalten oftmals überfordert, so dass im besten Fall Resignation, aber auch Widerwille bis hin zu Ablehnung entstehen.

Das Seminar erläutert nachvollziehbar die Hintergründe und Absichten öffentlich-rechtlicher Energieeinsparnachweise und klärt eine Reihe von Missverständnissen auf, die im Planungsalltag im Kontext mit EnEV-Nachweisen aufkommen. Sofern für den Nachvollzug erforderlich werden auch einige numerische Zusammenhänge aufgezeigt. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass zunächst der Entwurf unabhängig vom Energiesparrecht im Kontext zu anderen Anforderungen der technischen Funktionstüchtigkeit und Gebrauchstauglichkeit steht. Hier sind der Schall-, Brand- und Feuchteschutz zu nennen.

Aufbauend zu den Planungsphasen Vorentwurfs-, Entwurfs- und Ausführungsplanung werden die Wechselwirkungen zwischen Energiesparrecht und Gestaltung auf der einen, und Gestaltung und technischer Gebrauchstauglichkeit auf der anderen Seite mit dem Ziel vorgestellt, bewusster und zielgerichteter zu planen.

Folgende Aspekte werden behandelt:
• städtebaulicher Entwurf und Ausrichtung der Gebäude
• Grenzen transparenter Flächenanteile (Fensterflächenverhältnis zu Außenwand)
• Materialauswahl der Außenwand und Fassadengestaltung
• Detailausbildung zwischen gestalterischem Anspruch und technischer Notwendigkeit
• Wechselwirkung zwischen anlagentechnischer Ausstattung und baulichem Dämmstandard